Weiße Kreuze mahnen: Aktion von Schülern, Polizei und Verkehrswacht

Sie wollen Autofahrer vor unfallträchtigen Straßenbereichen warnen: die Schüler der Berufsbildenden Schule. Gemeinsam mit der Göttinger Polizei und Verkehrswacht stellten sie insgesamt zwölf weiße Holzkreuze an der B3 auf. Foto: Voß

Göttingen. Am Groner Holz und in den Scheedener Kurven sind sie schon von Weitem deutlich zu erkennen: die weißen rund 1,5 Meter großen Holzkreuze. Mit ihnen sollen Verkehrsteilnehmer auf gefährliche Straßenbereiche aufmerksam gemacht werden.

Gebaut worden sind die neuen Warnhinweise von Schülern der Sprachklasse der Berufsbildenden Schule II (BBS) Göttingen unter Anleitung von Fachpraxisleiter Nico Coy. „Wir wollen, dass die Menschen anfangen, über ihr Verkehrsverhalten nachzudenken, wenn sie an den Kreuzen vorbeifahren. Es kann auf der Straße so schnell etwas passieren“, erklärt Schüler Wasinllah Salarzai.

Dem kann Verkehrssicherheitsberater Jörg Arnecke, Polizei Göttingen, nur zustimmen: „Es stehen bereits 48 Kreuze an den Straßen in unserem Landkreis, mehr sollen es nicht werden.“

Mit dem ersten Vorsitzenden der Göttinger Verkehrswacht, Peter Hüttenmeister, Jugendrichter Dr. Oliver Jitschin und der BBS-Mobilitätsbeauftragten, Jennifer Winter, organisiert der Verkehrssicherheitsberater seit Längerem an der BBS Aktionstage, um die Schüler für Gefahren im Straßenverkehr zu sensibilisieren.

Gerade Fahranfänger im Alter zwischen 18 und 24 Jahren seien besonders unfallgefährdet, sagt Arnecke: „Bei ihnen führt oftmals nicht die nicht angepasste Geschwindigkeit zu schweren Unfällen, sondern Begleiterscheinungen wie das Handy, Drogen oder Alkohol.“ Für Schulleiter Bernd Wübbenhorst eine tolle Aktion: „So können wir unsere Schüler umfassend auf ihr Leben vorbereiten.“

Auch die weißen Kreuze sind Teil dieser Präventationsarbeit. Unter dem Titel „Dein Unfall, der nicht passiert“ fand im Rahmen eines Aktionstages unlängst die offizielle Aufstellung der Kreuze an der B 3 im Landkreis statt.

Für Peter Hüttenmeister ein wichtiger Beitrag zur Steigerung der Verkehrssicherheit: „Gerade aufgrund ihrer Mobilität können sie je nach Bedarf an Unfallschwerpunkten aufgestellt werden. In Niedersachsen sind diese Kreuze einzigartig.“ Im Namen der Verkehrswacht hat er die Patenschaft für die mobilen Warnhinweise übernommen.

In den kommenden Monaten sollen die mahnenden Symbole jedoch zunächst einmal an ihren aktuellen Standorten für mehr Sicherheit sorgen.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.