Oppermann setzte sich für die Region ein

Weitere Reaktionen auf den plötzlichen Tod von Thomas Oppermann

Er setzte sich für viele Vereine und Verbände in der Region ein: der verstorbene SPD-Bundestagsabgeordnete Thomas Oppermann.
+
Er setzte sich für viele Vereine und Verbände in der Region ein: der verstorbene SPD-Bundestagsabgeordnete Thomas Oppermann.

Zum plötzlichen Tod des Göttinger SPD-Politikers gibt es weitere Reaktionen. Wir fassen sie an dieser Stelle zusammen.

Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst

Dr. Marc Hudy, Präsident der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK), schreibt: „Ohne Thomas Oppermann wäre die HAWK, insbesondere am Standort Göttingen, nicht dort, wo sie heute steht. In seiner Zeit als Wissenschaftsminister in Niedersachsen (1998 – 2003) war er maßgeblich für die Änderung des Niedersächsischen Hochschulgesetzes (2002) verantwortlich, die der HAWK ermöglicht hat, die neuen Bachelor- und Masterstudiengänge der heutigen Göttinger Fakultät Ressourcenmanagement einzuführen.“ Oppermann habe auch die Gründung des Gesundheitscampus Göttingen unterstützt, einer Kooperation der heutigen HAWK mit der Universitätsmedizin Göttingen (UMG), der unter dem organisatorischen Dach der HAWK-Fakultät Ingenieurwissenschaften und Gesundheit (ehemals Fakultät Naturwissenschaften und Technik) läuft. „Er war immer eng an den Bedürfnissen der Fachhochschulen allgemein und der HAWK orientiert.“

Kirchenkreis Göttingen

Die Nachricht vom Tod des SPD-Politikers Thomas Oppermann ist auch im evangelischen Kirchenkreis Göttingen mit Trauer und Bestürzung aufgenommen worden. Oppermann, der der evangelischen Kirche angehörte, habe „unglaublich viel für Göttingen getan“, sagte Superintendent Friedrich Selter. Oppermann habe sich „in vieler Hinsicht auch hinter uns als Kirche gestellt“. Als 2005 der Nordturm der Innenstadtkirche St. Johannis abgebrannt sei, habe sich Oppermann maßgeblich für einen Wiederaufbau dieses Göttinger Wahrzeichens stark gemacht, sagte Selter. Auch habe er maßgeblich dazu beigetragen, dass erhebliche Bundesmittel für die Sanierung der Kirche und ihre Weiterentwicklung zur Offenen Bürgerkirche erfolgreich beantragt werden konnten.

Intergationsrat

Tief bewegt von der Nachricht des plötzlichen Todes zeigen sich die Mitglieder des Integrationsrates Göttingen. Thomas Oppermann habe sich in seinem politischen Wirken stets für „unsere von Vielfalt geprägte Gesellschaft engagiert und war gegen Rechtsextremismus und Rassismus eine laute Stimme“.

Unterbezirk Göttingen

Der SPD-Unterbezirk Göttingen trauert um seinen langjährigen Vorsitzenden Thomas Oppermann. Seit seinem Eintritt in die SPD vor 40 Jahren prägte der ausgebildete Jurist die Politik in Stadt, Landkreis und Universität, zunächst als Mitglied der Juso-Hochschulgruppe Göttingen, später als Unterbezirksvorsitzender der Jungsozialisten und seit 1989 ununterbrochen als Vorsitzender des SPD-Unterbezirks. „Sein plötzlicher Tod ist für die Sozialdemokratie, die Region und alle Demokraten ein unfassbarer Verlust“, heißt es in dem Nachruf, der von Frauke Bury, Bärbel Diebel-Geries, Doris Glahn, Gerd Hujahn, Dr. Andreas Philippi, stellvertretende Vorsitzende des SPD-Unterbezirks Göttingen, unterzeichnet ist.

Landtagspräsidentin Gabriele Andretta

Die Landtagspräsidentin Gabriele Andretta zeigte sich bestürzt über den Tod: „Er wird mir fehlen“, sagte Andretta. „Ich bin tief traurig.“ Sie habe mit ihm nicht nur einen politischen Weggefährten, sondern auch einen Freund verloren. „Viele Jahre haben wir uns gemeinsam im Landtag und später, als er 2005 Bundestagsabgeordneter wurde, für Göttingen eingesetzt. Er war mir stets ein wichtiger politischer Mitstreiter und Ratgeber.“

Niedersachsen-SPD

Die Niedersachsen-SPD hat schockiert auf den Tod von Bundestagsvizepräsident Thomas Oppermann reagiert. Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) würdigte Oppermann am Montag als jemanden, „der sich buchstäblich sein Leben lang für die Gesellschaft eingesetzt hat“. Oppermann habe immer ein tiefes, ehrliches Engagement gehabt, die Gesellschaft besser zu machen, sagte Weil. „Und das ist ihm an vielen Stellen auch gelungen.“ Weil kannte Oppermann seit Göttinger Studentenzeiten. „Persönlich bin ich tieftraurig. Er wird mir sehr fehlen.“ Auch SPD-Fraktionschefin Johanne Modder zeigte sich schockiert. „Mit dem Verlust von Thomas verliert die Politik nicht nur einen erfahrenen und leidenschaftlichen Politiker, die Sozialdemokratie nicht nur einen gradlinigen und engagierten Mitstreiter, sondern viele von uns einen zuverlässigen und liebevollen Freund“, sagte Modder.

SPD-Ortsverein Bovenden

Julian Bartels, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Bovenden, schreibt zum Tod Oppermanns: „Er war mir persönlich ein Vorbild und politischer Wegbereiter, mein Bundestagsabgeordneter, stets ansprechbar und Unterstützer vor Ort. Seine persönliche, herzliche Art bleibt mir besonders in Erinnerung und lässt ihn schmerzhaft vermissen. Ich erinnere mich an zahlreiche gemeinsame Wahlkampftermine, Hausbesuche, Feste, auf denen er sich einfach selbst den Fußball schnappte und ein paar Tricks zeigte. Ebenso unsere letzte gemeinsame Veranstaltung, zusammen mit der ehemaligen NRW-Familienministerin Christina Kampmann, von dem er sich verabschiedete, um noch mit seinem kleinen Sohn Basketball von BG Göttingen zu sehen.“ 

Niedersachsens Wissenschaftsminister Björn Thümler (CDU)

Wissenschaftsminister Björn Thümler (CDU) sagte über den ehemaligen Vorgänger im Amt: Thomas Oppermann hat wie kaum ein anderer die Wissenschafts- und Kulturpolitik in Niedersachsen geprägt – sowohl als Minister als auch später als Abgeordneter des Deutschen Bundestags. Sein Verständnis dafür, wie bedeutend das eigenverantwortliche Handeln der Hochschulen ist, prägt die niedersächsische Wissenschaftspolitik bis heute. Er ist derjenige, der das Modell der Stiftungsuniversität initiiert hat. Sein Einsatz als Bundestagsabgeordneter für die Universitätsmedizin Göttingen, für die Georg-August-Universität Göttingen sowie die Forschungs- und Kultureinrichtungen im Raum Göttingen waren für mich stets Ansporn und Ermutigung. Diese starke Stimme für Wissenschaft und Kultur wird uns allen fehlen.“

Grüne in Niedersachsen

Hans-Joachim Janßen, Landesvorsitzender Grüne Niedersachsen: „Thomas Oppermann war ein aufrechter und selbstbewusster Parlamentarier. Im Niedersächsischen Landtag und im Bundestag hat er deutliche Akzente gesetzt. Sein Einsatz für die Niedersächsische Verfassung Anfang der 90er Jahre bleibt unvergessen. Sein plötzlicher Tod macht uns betroffen und traurig. Unser ganzes Mitgefühl gilt seiner Familie.“ Julia Willie Hamburg, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Landtag: „Thomas Oppermann ist viel zu früh gegangen. Er hat über Jahrzehnte die politischen Debatten innerhalb und außerhalb der SPD in seiner Göttinger Heimat, im Niedersächsischen Landtag, als Landesminister und in der Bundespolitik engagiert und streitbar maßgeblich mitgeprägt. Wir trauern um einen überzeugten und leidenschaftlichen Demokraten.“

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier

Mit großer Trauer reagierte der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier am Montag auf den Tod von Thomas Oppermann. „Thomas Oppermann wurde mitten aus dem Leben gerissen. Er hat sich bis zuletzt mit Leidenschaft und enormem Sachverstand für die Politik in diesem Land eingesetzt. Mit seinem Tod verliert nicht nur die SPD einen überaus engagierten Sozialdemokraten, sondern auch der Deutsche Bundestag einen exzellenten Vizepräsidenten.“

Domfestspiele

Die Gandersheimer Domfestspiele sind vom plötzlichen Tod ihres früheren Schirmherrn Thomas Oppermann geschockt. Der 66-jährige Bundestagsvizepräsident aus Göttingen war ein langjähriger Begleiter und regelmäßiger Besucher des größten professionellen Freilichttheaters in Niedersachsen. Er hat die Domfestspiele immer mit Leidenschaft und nach Kräften in seinen vielen unterschiedlichen Funktionen gefördert. „Thomas Oppermann hatte immer ein offenes Ohr für die Sorgen und Nöte der Gandersheimer Domfestspiele“, erinnern sich Geschäftsführer Thomas Groß und Intendant Achim Lenz an das Wirken von Oppermann.

DGB

Tief betroffen reagiert Dr. Mehrdad Payandeh, der Vorsitzende des DGB-Bezirks Niedersachsen-Bremen-Sachsen-Anhalt, auf den plötzlichen Tod von Bundestagsvizepräsident Thomas Oppermann: „Sein Tod ist ein herber Verlust. Mein Beileid gilt seinen Angehörigen und Freunden, aber auch der SPD Niedersachsen.“ Agnieszka Zimowska, DGB-Regionsgeschäftsführerin Südniedersachsen-Harz, fügt hinzu: „Mit Thomas Oppermann verliert unsere Region eine ausgesprochene politische Persönlichkeit. Nicht zuletzt auf Thomas Oppermanns Bestreben hin entstanden die Kooperationsstellen zwischen Universitäten und Gewerkschaften.“

Bürgerstiftung

Schockiert und bestürzt hat die Bürgerstiftung Göttingen auf den Tod ihres Stiftungsratsmitglieds Thomas Oppermann reagiert: Er gehörte 1997 zu den Gründungsstiftern und damit zum kleinen Kreis der Wegbereiter der Idee der Bürgerstiftung in Göttingen. In den 24 Jahren seiner Tätigkeit als sehr aktives Mitglied des Stiftungsrats habe Thomas Oppermann die Entwicklung der Zivilgesellschaft in Göttingen in vielfältiger Weise nachdrücklich gefördert.

Trott-Stiftung

Auch in der Stiftung Adam von Trott in Bebra-Imshausen (Kreis Hersfeld-Rotenburg) hat der plötzliche Tod des Bundestagsvizepräsidenten Thomas Oppermann Bestürzung ausgelöst. Der Göttinger Bundestagsabgeordnete hatte die Arbeit der Stiftung, die an den Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus und Absolventen der Göttinger Universität erinnert, „über jedes zu erwartende Maß hinaus gefördert und unterstützt“, wie es in einer Erklärung der Stiftung heißt: „Er hat uns und unsere Arbeit über viele Jahre begleitet, uns Rat gegeben und uns in unsicheren Zeiten ermutigt. Für unsere Arbeit ist er in der Zukunft ein Beispiel für wahrhaftiges Engagement.“ Oppermann initiierte die Kooperation zwischen der Universität Göttingen und der Stiftung und trug dazu bei, Fördermittel für eine Dauerausstellung über Adam von Trott einzuwerben, die Ende dieses Jahres eröffnet werden soll. „Mit Thomas Oppermann verlieren wir einen Freund und einen engen Weggefährten, darüber sind wir tief traurig“, so die Geschäftsführerin der Stiftung, Sarah Reinke.  (bsc/tko/vbs)

Kondolenzbuch für Thomas Oppermann

Für den verstorbenen SPD-Politiker Thomas Oppermann liegt am Mittwoch und Donnerstag, 28. und 29. Oktober, ein Kondolenzbuch im Alten Rathaus in Göttingen aus. Es ist dort am Mittwoch von 9 bis 15 Uhr sowie am Donnerstag von 12 bis 16 Uhr zugänglich. Am Freitag, 30. Oktober, befindet sich das Kondolenzbuch im Göttinger SPD-Parteihaus, Nikolaistraße 30. Dann können sich Bürger dort eintragen. bsc

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.