Mann sitzt bereits im Gefängnis

Weiteres Kind missbraucht: 51 Monate Haft für 43-Jährigen

Der Eingang zum Landgericht Göttingen: Hier wurde der 43-Jährige verurteilt. Archivfoto: Thomas Kopietz
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Der Eingang zum Landgericht Göttingen: Hier wurde der 43-Jährige verurteilt. (Archivfoto)

Ein bereits einschlägig vorbestrafter 43-jähriger Mann aus dem Altkreis Osterode hat sich jetzt erneut wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern vor dem Landgericht Göttingen verantworten müssen.

Göttingen/Osterode – Das Gericht verurteilte den Angeklagten der derzeit wegen früherer Missbrauchstaten in Strafhaft sitzt, zu einer neuen Gesamtfreiheitsstrafe von vier Jahren und drei Monaten. Die Kammer habe den Angeklagten für schuldig befunden, im Herbst 2017 in drei Fällen ein zehnjähriges Mädchen sexuell missbraucht zu haben, teilte ein Gerichtssprecher mit. Die Verhandlung fand größtenteils unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Der 43-Jährige hatte sich bereits vor zwei Jahren vor dem Landgericht Göttingen verantworten müssen. Im Juli 2019 verurteilte ihn die zuständige Kammer wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern und versuchten sexuellen Missbrauchs zu drei Jahren Freiheitsstrafe. Die Richter hielten es am Ende des Prozesses für erwiesen, dass der Angeklagte im Frühjahr 2016 bei einem Ferienaufenthalt in einer Wohnung im Altkreis Osterode den sechsjährigen Sohn seiner damaligen Lebensgefährtin missbraucht hatte. Der Angeklagte hatte damals die Vorwürfe bestritten. In seinem Schlusswort erklärte er, dass es ihm leidtue, was mit dem Jungen geschehen sei, „aber ich war es nicht.“

Die Richter hielten die Schilderungen des betroffenen Kindes jedoch für glaubhaft. Bei der Strafzumessung berücksichtigten sie zu seinen Gunsten, dass der 43-Jährige bis dahin nicht vorbestraft gewesen war.

Der Angeklagte hatte damals gegen das Urteil Revision eingelegt, ohne Erfolg. Das Urteil ist seit Anfang Februar 2020 rechtskräftig, seit April 2020 sitzt er seine Strafe im Gefängnis ab.

Auch bei den Fällen, wegen denen er nun erneut vor Gericht stand, soll sich der Angeklagte an einem Kind einer Partnerin vergangen haben. Anders als bei den vorangegangenen Missbrauchstaten war das Opfer diesmal ein Mädchen. Laut Anklage hatte er die Mutter der Zehnjährigen Anfang 2017, also wenige Monate nach den sexuellen Übergriffen gegen den Sohn seiner vorherigen Partnerin, über eine Internet-Plattform kennengelernt. Einige Monate später sei die Mutter mit vier Kindern aus dem Saarland in den Südharz gezogen. Dort soll der 43-Jährige dann die zehnjährige Tochter der neuen Partnerin mehrfach missbraucht haben. (Heidi Niemann)

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