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Welt-Pankreastag: Forscher und Basketballer über Krebs

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Diesmal keine lila illuminierte Fassade: Die Universitätsmedizin Göttingen (UMG) wirbt mit einem Banner für den Welt-Pankreastag und die Aktion „Never Give Up“. Donnerstag gibt es viele Infos und Aktionen.
Diesmal keine lila illuminierte Fassade: Die Universitätsmedizin Göttingen (UMG) wirbt mit einem Banner für den Welt-Pankreastag und die Aktion „Never Give Up“. Donnerstag gibt es viele Infos und Aktionen. © UMG/Mandy Dall/nh

Der Bauchspeicheldrüsenkrebs fordert jährlich 19.000 Opfer in Deutschland. Über die Vorsorge informiert die Universitätsmedizin Göttingen.

Göttingen – Er zählt zahlenmäßig nicht zu den häufigsten Krebs-Erkrankungen, aber der Bauchspeicheldrüsenkrebs ist einer der tödlichsten. Zudem erkranken pro Jahr etwa 19.000 Menschen in Deutschland neu an Bauchspeicheldrüsenkrebs. Das Problem: Bislang gibt es dafür keine Vorsorgeuntersuchungen. Die ersten Symptome treten meist erst dann auf, wenn die Krankheit weit fortgeschritten – und nicht mehr heilbar, also tödlich ist.

Mediziner forschen im Krebszentrum der Universitätsmedizin

Im Krebszentrum der Universitätsmedizin Göttingen arbeiten und forschen Mediziner daran, dem Bauchspeicheldrüsenkrebs den Schrecken zu nehmen – besonders über individuelle Therapien basierend auf neuesten Forschungen auch im Bereich der Genforschung. Zum Welt-Pankreaskrebstag am Donnerstag, 17. November, informieren die UMG-Experten über die Erkrankung und neueste Forschungsergebnisse.

Anders als in den Jahren zuvor verzichtet die UMG auf die sonst übliche Beleuchtung des Uni-Klinikums in der Farbe „Lila“, der offiziellen Farbe des Welt-Pankreaskrebstages. Stattdessen wird es ein Banner über dem Haupteingang geben. „In Zeiten von Energiekrise und Klimawandel haben wir eine nachhaltige Lösung gesucht – und gefunden. Das Banner sieht klasse aus und wir erzeugen große Aufmerksamkeit für das wichtige Thema Bauchspeicheldrüsenkrebs“, sagt Professor Volker Ellenrieder, Sprecher des UniversitätsKrebszentrums (GCCC) und Direktor der UMG-Klinik für Gastroenterologie, gastrointestinale Onkologie und Endokrinologie.

UMG-Direktor und Chirurg
UMG-Direktor und Chirurg © UMG/nh

Und es bot sich an über die Farbe Lila – die Symbolfarbe für den Pankreastag – eine Verbindung zum Göttinger Sport herzustellen: natürlich zu den „Veilchen“, den Bundesliga-Basketballern der BG Göttingen. Passend zur Farbe und zum Motto „Never give up“ erhält das G-CCC Unterstützung von den Basketballern der BG Göttingen. „Nicht aufgeben, nicht den Mut verlieren und weitermachen, bis man Erfolg hat. Das vereint Spitzenleistungen in Sport und Medizin. Wenn wir helfen können, die Öffentlichkeit für diese Erkrankung zu sensibilisieren, dann sind wir gerne dabei“, sagt Till Pape, Spieler der BG Göttingen und Medizinstudent im 6. Semester. Neu ist auch: In einem Instagram-Live von 13:45 bis 14:15 Uhr geben Volker Ellenrieder, Till Pape und die Psychoonkologein Lisa Makebrandt Einblicke in ihre Arbeit und beantworten Fragen von Patienten, Angehörigen und anderen interessierten Teilnehmenden aus dem Live-Chat.

Prof. Michael Ghadimi
Prof. Michael Ghadimi © Uni Göttingen/nh

Auch eine Telefonhotline wird am Donnerstag von 16 bis 17 Uhr geschaltet: Die Professoren Volker Ellenrieder (0551/39-66-324) und Michael Ghadimi, Direktor der UMG-Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Kinderchirurgie (0551 / 39-67811) beantworten Fragen. Wichtig aber ist: Die Telefonhotline bietet nur einen ersten Überblick , ersetzt nicht den Arztbesuch.

Im Foyer des Klinikums sollen Mitarbeitende und Patienten auf den Welt-Pankreaskrebstag aufmerksam gemacht, für das Thema sensibilisiert werden. Mitarbeitende des UniversitätsKrebszentrum stehen dort bereit berichten auch über die Behandlung von Patienten mit Bauchspeicheldrüsenkrebs an der UMG. Das dortige Pankreaskrebszentrum ist seit 2016 von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziert. Dort kümmert sich ein Team von spezialisierten Ärzten und Wissenschaftler verschiedener Fachdisziplinen und Kliniken um die Erkrankten mit bösartigen Tumoren.

Verschiedene Fachbereiche arbeiten zusammen

Sie kommen aus den Bereichen Allgemein-, Viszeral- und Kinderchirurgie, der Gastroenterologie, gastrointestinale Onkologie und Endokrinologie, der Pathologie, der Radiologie, der Strahlentherapie und der Palliativmedizin, sowie der Medizininformatik und der Humangenetik. Alle Disziplinen arbeiten im Uni-Krebszentrum zusammen, tauschen sich im Comprehensive Cancer Center Niedersachsen (CCC-N) mit der Medizinischen Hochschule Hannover aus.

Weitere Informationen gibt es hier. (Thomas Kopietz)

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