Vor dem Umbau wird See geleert

Der Wendebach-Stausee bei Niedernjesa läuft leer

Wendebach-Stausee bei Niedernjesa: Das Ablassen des Wassers hat begonnen. Von links Michael Gruttke, Torsten Knoblauch und Detlev Kirstein vom Amt für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz starten das Ablassen des Wassers. Foto: Schröter 

Niedernjesa. Jahrelang wurde über den Rückbau der Stauanlage am Wendebachsee bei Niedernjesa debattiert. Jetzt haben die Arbeiten begonnen: Montagmittag öffneten Mitarbeiter des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) das Sperrwerk und gaben damit den Startschuss zum Ablassen des Wassers.

Gleichzeitig wurde damit begonnen, die Randbereiche des Wendebach-Stausees nach Muscheln abzusuchen, die umgesiedelt werden sollen. Etwa eine Woche wird es nun dauern, bis die etwa 130 000 Kubikmeter Wasser des Sees komplett abgelassen sein werden.

„Bereits am kommenden Freitag werden Mitglieder des Sportangelklubs Göttingen damit beginnen, die Fische artgerecht aufzunehmen und in umliegenden Gewässern wieder auszusetzen“, sagt Detlef Kirstein vom NLWKN. Voraussetzung ist, dass der Wasserstand bereits so niedrig ist, dass die Fische am Auslaufbauwerk mit Hilfe von Netzen und Gittern geborgen werden können.

„Die eigentlichen Arbeiten zum Umbau der Anlage beginnen im Frühjahr 2015“, sagt Kirstein. Dann werde der Abschlussdamm um rund sieben Meter abgetragen und mit einer neuen Hochwasserentlastungsanlage versehen. „Parallel wird die bisherige Hochwasserentlastungsanlage verfüllt.“

Diese Arbeiten werden voraussichtlich im Oktober 2015 beendet sein. „Inklusive aller Restarbeiten, des Befüllens des Sees und des Neubesatzes mit Fischen endet die Gesamtmaßnahme im Frühjahr 2016“, sagt Kirstein.

Das Niedersächsische Umweltministerium hatte sich für den etwa fünf Millionen Euro teuren Umbau ausgesprochen, weil die ursprünglich als Hochwasserrückhaltebecken geplante Anlage ihrer Funktion nie gerecht wurde. Außerdem konnte die Standsicherheit der Dämme trotz mehrerer Sanierungen nicht mehr gewährleistet werden.

Der Abschlussdamm wird nun in der Mitte sieben Meter niedriger gebaut als bisher. Der Wasserstand wird aber weiter bei 4,65 Metern liegen. Damit bleibt der Wendebach-Stausee in der Größe erhalten und weiter ein Naherholungsgebiet. Dafür hatten auch viele Anrainer gekämpft.

Von Per Schröter

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