Verbraucherzentrale gibt Tipps

Oft zu wenig Erdbeeren in der Schale

Frische Erdbeeren: Sie sind lecker, aber oft sind zu wenige der roten Früchte in der Schale.
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Frische Erdbeeren: Sie sind lecker, aber oft sind zu wenige der roten Früchte in der Schale.

Göttingen. Frühsommerzeit ist Erdbeerzeit: Die roten Beeren werden in Schalen zum Teil in Folie abgepackt und bei heimischer Ware häufig auch offen angeboten. Dabei kann es aber zu Abweichungen von der angegebenen Füllmenge kommen. Viele Kunden ärgert das.

Elke Tiebel, Lebensmittelexpertin der Verbraucherzentrale Göttingen weiß, worauf man beim Kauf achten muss.

Variante 1: Für Erdbeeren, ob in Folie verpackt oder lose angeboten, gelten eichrechtliche Regeln. So müssen Erdbeeren, die als 500-Gramm-Schälchen angeboten werden, im Mittel das genannte Gewicht auch einhalten. Sie dürfen nur verkauft werden, wenn ihre Füllmenge eine festgelegte Minusabweichung nicht überschreitet und mindestens 470 Gramm enthält. Leider hat der Kunde keinen Rechtsanspruch darauf, auch 500 Gramm zu bekommen.

Bei offenen 500-Gramm-Schälchen ist der Händler verantwortlich, dass das Gewicht stimmt. Er muss gegebenenfalls Erdbeeren nachlegen, egal, ob der Gewichtsverlust durch heraus gefallene oder absichtlich entnommene Früchte entstanden ist.

Variante 2: Zudem werden Erdbeeren in Schälchen angeboten, die mit einem Preis für 500-Gramm-Gewicht sowie der Angabe des Grundpreises pro Kilogramm ausgezeichnet sind. Diese werden nicht als Schälchen, sondern nach Gewicht verkauft. Das bedeutet, der Kunde zahlt in jedem Fall für das tatsächliche Gewicht und nicht unbedingt den ausgezeichneten 500-Gramm-Preis. „Eine verbraucherfreundliche Lösung, denn es wird nur der Preis für die tatsächlich enthaltene Menge gezahlt und das Gewicht für die Verpackung wird in der Regel nicht berechnet“, sagt Christel Lohrey, Lebensmittelexpertin der Verbraucherzentrale Niedersachsen.

Darauf sollten Verbraucher beim Einkauf achten:

• Am besten sollte man Erdbeeren kaufen, die mit einem Preis für 500 Gramm Gewicht sowie der Angabe des Grundpreises pro Kilogramm ausgezeichnet sind.

• Die Verpackung darf nicht zum Gewicht der Erdbeeren hinzugerechnet werden. Im Regelfall werden bei den Kontrollwaagen nur zwei Gramm Gewicht (Tara) für übliches Verpackungsmaterial von Obst und Gemüse abgezogen, Obstschälchen sind jedoch oft schwerer.

Dies kann der Käufer auch selber überprüfen, indem er einfach vor dem Wiegen auf den Button Erdbeeren drückt – der Bon müsste dann das entsprechende Minusgewicht auszeichnen. Im Zweifelsfall sollte der Käufer nachfragen. Ist das Verpackungsgewicht nicht korrekt, kann er reklamieren.

• Auch beim Selbstpflücken auf dem Erdbeerfeld gilt: Gezahlt wird nur für die Erdbeeren. (bsc)

www.verbraucherzentrale-niedersachsen.de

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