Wettbewerb: 15 Architekturbüros planen die Galerie im Kunstquartier

Raum für ein Galerie-Gebäude: Das Haus soll 600 Quadratmeter Ausstellungsfläche bieten und neben dem Günter-Grass-Archiv (rechts) an der Düsteren Straße in der südlichen Innenstadt entstehen. 15 Architekturbüros gehen in einen Wettbewerb. Foto: Kopietz

Göttingen. Die Planung des Kunst-Quartiers (KuQua) in der Göttinger Innenstadt im Bereich Nikolaistraße und Düstere Straße ist in eine weitere Phase eingetreten: Am Montag trafen sich Architekten in Göttingen zu einem Arbeitstreffen und um Antworten auf Fragen zu bekommen.

Die Vertreter von 15 Architekturbüros kamen zusammen, um sich Infomationen für ihre Planungen zum ersten Teil des Kunst-Quartiers zu schaffen. In einer Baulücke und auf der Fläche eines entkernten Gebäudes an der Düsteren Straße neben dem Grass-Archiv soll für 3,2 Millionen Euro ein dreigeschossiges Galeriegebäude mit 600 Quadratmetern Fläche entstehen – das Herzstück des künftigen Kunst-Quartiers.

Die Stadt hatte dafür einen nichtoffenen Wettbewerb ausgeschrieben und ein Bewerbungsverfahren vorgeschaltet.

Gegen dieses – erlaubte Vorgehen – war die Piratenpartei ins Feld gezogen und hatte das Verfahren moniert. So seien Büros ungleich behandelt worden, weil Planer so eingeschleust worden seien.

Auf eine Ankündigung der Stadt im Amtsblatt der Europäischen Union, einen Architektenwettbewerb auszuschreiben, hatten 54 Architekturbüros Interesse bekundet. Daraus wurden zehn Bewerber unter notarieller Aufsicht gelost, im Topf waren auch Göttinger Architekturbüros. Fünf Teilnehmer waren vorab ausgewählt worden: Heidenreich-Springer (Berlin), 6-a-Architects (London), Kada-Wittfeld Architekten (Aachen), Sergio Pascolo (Venedig) und David Chipperfield (Hamburg).

Die Stadtverwaltung hatte angekündigt, dass am Ende eine Jury über die bis zum 17. März einzureichenden und dann anonymisierten Entwürfe entscheiden wird. Die Architekten seien dann namentlich nicht identifizierbar.

Die Jury bilden: Architektur- und Kunstexperten aus Deutschland, ein Vertreter des Fördermittelgebers vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung in Bonn sowie Experten aus der Stadtverwaltung und Vertreter des Rates der Stadt.

Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler sagte auf Anfrage, dass ein teiloffener Architekten-Wettbewerb mit Vorabauswahl und Losverfahren ein übliches und von Kommunen immer wieder angewendetes Prinzip sei, das am Ende sogar zu einer Kostenminimierung beitragen könne.

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