Weltmeisterschaft der Behindertensportler

Wettkämpfe in London: 13 Medaillen für die Otto-Bock-Botschafter

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Einsatz in London: Orthopädietechniker Julian Napp passt die Prothese von Léon Schäfer in der Werkstatt an.

Duderstadt/London. Die Botschafter des Duderstädter Orthopädietechnik-Konzerns Otto Bock waren bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft der Behindertensportler in London erfolgreich.

Sie holten bei den Wettkämpfen in der britischen Hauptstadt insgesamt 13 Medaillen. Am letzten Wettkampftag gab es einen krönenden Abschluss: Die Niederländerin Marlou van Rhijn sprintete im 200 Meter-Rennen zur Goldmedaille und Martina Caironi aus Italien holte mit ihrer persönlichen Bestzeit ebenfalls Gold im Weitsprung.

Obwohl Heinrich Popow, Weltmeister im Weitsprung und Otto Bock-Botschafter selbst verletzungsbedingt nicht teilnehmen konnte, kann er stolz auf sich sein. Gleich drei Teilnehmerinnen im Weitsprung hatten zuvor an einem von ihm geleiteten medizinischen Training in Japan teilgenommen.

Heinrich Popow

„Es war eine große Enttäuschung, nicht selbst in London antreten zu können. Aber Athleten hier antreten zu sehen, die vor vier Jahren noch glaubten nie mehr laufen zu können, das ist ein tolles Gefühl“, sagte Popow. „Ich kann mich noch daran erinnern, wie sehr mich die Zuschauer 2012 in London ermutigt haben. Es freut mich sehr, jetzt selbst ein Teil der Menge zu sein und die Athleten von der Tribüne aus zu unterstützen.“

Zu Beginn der Wettkämpfe konnte Heinrich Popow seinen Schützling Léon Schäfer dabei beobachten, wie dieser im Weitsprung der Männer zu Bronze sprang. „Die Unterstützung die ich von Heinrich bekommen habe, als ich am medizinischen Training teilnahm, hat mir die Kraft gegeben, die ich brauchte, um heute hier dabei sein zu können“, sagt Schäfer. Am letzten Wettkampftag gab es dann für ihn einen krönenden Abschluss: Im Staffellauf über vier mal 100 Meter holte er die Goldmedaille.

Außerdem traten die Botschafterinnen Samantha Kinghorn, Kare Adenegan und Julie Rogers in London an, ebenso wie Alexander Potoschnig aus Österreich und Alicja Fiodorow aus Polen.

Neben den Medaillen brachen die vom Duderstädter Unternehmen geförderten Sportler zwei Weltrekorde und stellten zwei saisonale und fünf persönliche Bestzeiten auf.

24-köpfiges Reparaturteam bei Wettkämpfen in London

In London überzeugte das 24-köpfige Reparaturteam des Duderstädter Unternehmens – als offizieller technischer Partner der Weltmeisterschaft.

Material und Fachwissen waren für eine Vielfalt an Reparaturen gefragt, von Rissen im Schaft in einer Sprintfeder bis zu der Reparatur eines Rollstuhls nur wenige Momente vor dem Wettkampf. Einen außergewöhnlichen Einsatz erforderten die Handschuhe eines Rollstuhlrennfahrers.

Die Techniker aus Duderstadt nutzten ihre Kreativität und recycelten einen Reifenschlauch, um die Daumen der Handschuhe zu erneuern. Die Nachfrage nach Reparaturarbeiten und technischer Unterstützung war groß. Die Techniker arbeiteten an über 400 Reparaturen für Athleten aus aller Welt.

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