Fliegerbombe in Göttingen: Bis zu 12.000 Menschen sollen ihre Häuser verlassen

Göttingen. Bei Bauarbeiten am Maschmühlenweg in Göttingen ist eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Bis zu 12.000 Menschen sollen am Dienstagabend ihre Häuser aus Sicherheitsgründen verlassen. Die Entschärfung beginnt am späten Dienstagabend.

Es wird zwei Auffangstationen für Betroffene geben. Die Geschwister-Scholl-Schule und die Mensa der Uni-Medizin. 

Aktualisiert um 21.10 Uhr.

Der Blindgänger, eine Fünf-Zentner-Bombe, soll am späten Abend entschärft werden. Möglicherweise wird die Bombe sogar in der der Nacht zum Mittwoch von Spezialisten gesprengt. Anlass zu einer Sprengung geben laut Experten die Zünder der alten Bombe. Sie hat zwei Zünder, einen Aufschlagszünder und einen Säurezünder. der Säurezünder stellt wohl eine größere Gefahr dar als der Aufschlagszünder.

Wenn der letzte ICE gegen 23 Uhr in den Bahnhof Göttingen eingefahren ist, soll nach Angaben der Polizei die Entschärfung der Bombe beginnen.

Die Fundstelle befindet sich am Güterverkehrszentrum nahe der Innenstadt. Ab 16 Uhr sperrte die Polizei das Gelände in einem Umkreis von 1000 Metern rund um die Fundstelle ab - in diesem Radius liegen unter anderem das Metallwerk Novellis, ein Supermarkt und ein Bordell.

Aus Anlass des Bombenfundes wurde auf der Feuerwache der Berufsfeuerwehr Göttingen ab sofort ein Bürgertelefon eingerichtet. Die Rufnummer lautet: 0551 / 70 75 75

Der Fund weckt in Göttingen schlimme Erinnerungen: Vor knapp einem Jahr, am 1. Juni 2010, detonierte ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg bei der Entschärfung. Die Fliegerbombe riss drei Männer vom Kampfmittelbeseitigungsdienst in den Tod. (coe)

Wieder ein Blindgänger in Göttingen gefunden

 © Rampfel
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Nachrichten-Feature zum jüngsten Bombenfund in Göttingen

Bombenfund in Göttingen – als am Dienstagnachmittag die Nachricht die Runde macht, werden schlimme Erinnerungen wach: Vor einem Jahr, am 1. Juni 2010, explodierte ein Blindgänger am Schützenplatz, drei Männer starben. Der Fundort der neuen Bombe ist nur 600 Meter entfernt: Bei Baggerarbeiten an der Güterbahnhofsstraße neben einem Lebensmitteldiscounter waren Arbeiter gegen 14.30 Uhr auf eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gestoßen. Nach ersten Angaben sollte es sich um eine Fünf-Zentner-Bombe handeln.

Gegen 15 Uhr macht die Polizei den Fund bekannt. Sofort rücken Experten der Kampfmittelbeseitigung an. Sie klettern in die Grube und untersuchen den Sprengkörper. Währenddessen mobilisieren Polizei, Stadt und Feuerwehr ihre Einsatzkräfte.

Kurz darauf wird klar, dass die Experten keinerlei Risiko eingehen wollen: Um 22 Uhr sollen Spezialisten den Blindgänger unschädlich machen. Eine Sperrzone von 1000 Metern rund um den Fundort werde eingerichtet, erklärt Jasmin Kaatz, Sprecherin der Polizeiinspektion Göttingen.

Ein Kilometer in teilweise dicht besiedeltem Stadtgebiet – das bedeutet, dass Tausende Menschen ihre Häuser verlassen und wichtige Straßen gesperrt werden müssen. Auch der Zugverkehr solle gestoppt werden. Er läuft laut Bahn am Nachmittag zunächst normal weiter.

Den Experten ist der Ernst der Lage anzusehen: „Hier macht niemand mehr Fotos, gehen Sie weg“, verscheucht ein Kampfmittelbeseitiger die letzten Journalisten.

Unterdessen ruft die Stadt die Bevölkerung dazu auf, den Räumungsanweisungen unbedingt zu folgen und die Anweisungen der Einsatzkräfte vor Ort zu beachten. Den genauen Ablauf der Räumung wollen Stadt, Feuerwehr und Polizei bei einer Pressekonferenz am Abend bekannt geben. (gör)

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