Wirtschaftsminister Siegmar Gabriel auf Stippvisite bei Sartorius

Gespräch mit dem Wirtschaftsminister: Sartorius-Vorstandschef Dr. Joachim Kreuzburg (links) und Vorstandsmitglied Reinhard Vogt (rechts) erklärten Siegmar Gabriel am Freitag im Show-Room auch einige Produkte von Sartorius. Foto: Jelinek

Göttingen. Hoher Besuch bei Sartorius: Am Freitagnachmittag schaute Bundeswirtschaftsminister Siegmar Gabriel (SPD) am Hauptsitz des Göttinger Unternehmens vorbei, das am Vormittag seine starken Zahlen für das Geschäftsjahr 2015 präsentiert hatte.

Gabriel wurde dort von Sartorius-Vorstandschef Dr. Joachim Kreuzburg und Reinhard Vogt, Vorstand für Marketing, Vertrieb und Service, empfangen. Zusammen ging es gleich zum Gespräch hinter verschlossenen Türen, wo sich Siegmar Gabriel im Gespräch über das Unternehmen und die Geschäftsentwicklung informierte. Einen Rundgang durch die Hallen gab es nicht, Kreuzburg und Vogt erklärten dem Wirtschaftsminister im Show-Room anhand ausgewählter Produkte die Produktionspalette des Labor- und Pharma-Zubehörherstellers.

Und mit Blick nach Draußen konnten die Sartorius-Vorstände auch noch zeigen und erklären, was am Sartorius Campus bis 2020 für etwa 500 Millionen Euro entstehen soll. Zu sehen sind schon die neuen Produktionshallen und eine tiefe Baugrube, wo weitere Gebäude „wachsen“.

Nach etwa einer Stunde Gespräch und einigen Fotos machte sich Gabriel wieder auf den Weg.

„Wir hatten keine Wunschliste für den Minister zusammengestellt“, sagte Joachim Kreuzburg schmunzelnd. Als börsennotiertes Unternehmen sei man weltweit in Branchen eigenständig unterwegs, der Bund könne so wenig oder gar nicht helfen.

Der Kontakt war während der Reise von Siegmar Gabriel und einer Delegation von deutschen Wirtschaftsvertretern im vergangenen Jahr nach Kuba entstanden. Mit dabei war für die Sartorius AG Reinhard Vogt. So wurde der am Freitag vollzogene und von Gabriel ausdrücklich gewünschte Besuch in Göttingen eingetütet.

Im Sartorius-College am Hauptstandort musste sich der Wirtschaftsminister auch den Fragen einiger Reporter stellen: Denn seine Chefin, Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte den Vizekanzler öffentlich abgekanzelt: Merkel lehnte Gabriels Forderung, geäußert in der ZDF-Talkshow „Maybrit Illner“ am Donnerstagabend, nach der Abkehr vom Sparkurs und für mehr Sozialleistungen für die deutsche Bevölkerung strikt ab. (tko)

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