Sartorius-WM-Village wird stattfinden

Public Viewing zur Fußball WM 2018 in der Göttinger Lokhalle

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Erneuter Jubel in Schwarz-Rot-Gold in der Lokhalle? Das WM-Village wird es auch 2018 geben, jetzt muss nur noch das DFB-Team für Tore sorgen. 

Göttingen. Eine Fußball-Weltmeisterschaft ohne Public Viewing? Nicht in Göttingen! Im Gegensatz zu anderen niedersächsischen Städten verzichtet Göttingen nicht auf das beliebte Rudelgucken.

Wie in der Vergangenheit wird die Lokhalle auch bei der WM in Russland im Sommer wieder Standort des „Sartorius-WM-Village“ sein. Das teilte Lutz Renneberg, Inhaber der veranstaltenden F.E.S.T. GmbH, auf HNA-Anfrage mit. „Wir zeigen alle Spiele der Deutschen Nationalmannschaft live“, sagte Renneberg. Das WM-Dorf Lokhalle in Göttingen bietet Platz für mehr als 5000 Fußball-Fans.

Um das Public Viewing zu ermöglichen, werden die Lärmschutzregeln gelockert. Das Bundeskabinett hat beschlossen, dass die Open-Air-Übertragung der WM-Spiele auf Großleinwänden auch nach 22 Uhr grundsätzlich erlaubt ist.

„Das gemeinschaftliche Fußballgucken unter freiem Himmel gehört zu Welt- und Europameisterschaften einfach dazu“, erklärte Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD).

Im Einzelfall liegt die Entscheidung jedoch bei der jeweiligen Kommune, die zwischen dem öffentlichen Interesse am Fußballgucken und dem Schutz der Nachtruhe abwägen muss. Die WM in Russland beginnt am Donnerstag, 14. Juni, das Finale des Turniers wird am Sonntag, 15. Juli, ausgetragen.

Städte wie Hannover oder Osnabrück verzichten auf ein zentrales Public Viewing. „Solche Riesenevents sind für uns nicht mehr rentabel“, sagte Karsten Seifert, Sprecher des Veranstalters Hannover Concerts. Dafür zeigen viele Kneipen oder Biergärten die Spiele auf Leinwänden.

Unklar ist die Lage in Oldenburg und Braunschweig. In Hildesheim wird es dagegen definitiv ein Public Viewing auf dem Jo-Beach geben, ist sich der Veranstalter sicher. Ähnlich wie in Göttingen finden dort etwa 5000 Menschen Platz.  

www.lokhalle.de

Kirche schließt keinen Rahmenvertrag

Im Gegensatz zu früheren Weltmeisterschaften verzichtet die evangelische Kirche diesmal auf einen Rahmenvertrag für die Übertragung. 

Grund sind die steigenden Kosten, hieß es am Montag aus dem Landeskirchenamt in Hannover. Stattdessen können Kirchengemeinden einzeln Verträge mit der Gema für Übertragungen abschließen. Sie müssen mit Kosten von etwa 100 Euro bei einer Raumgröße bis 200 Quadratmetern rechnen. (bsc)

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