WM-Song: „Das Ding“ von Sebastian Kloppmann, Montag von 20 bis 22 Uhr, Radio HNA

WM-Song „Das Ding“ ist aus Göttingen

Da ist das Ding!: Sebastian Kloppmann aus Göttingen hat den Fußball-WM-Song „Das Ding“ gemacht. Hier präsentiert er eine Kunststoff-Replik des WM-Pokals vor dem Gänseliesel auf dem Marktplatz in Göttingen. Foto: Kopietz
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Da ist das Ding!: Sebastian Kloppmann aus Göttingen hat den Fußball-WM-Song „Das Ding“ gemacht. Hier präsentiert er eine Kunststoff-Replik des WM-Pokals vor dem Gänseliesel auf dem Marktplatz in Göttingen. Foto: Kopietz

Göttingen. Sebastian Kloppmann ist Gymnasiallehrer, musikbegeistert und fußballverrückt – all das hat er zusammengebracht: Herausgekommen ist ein ganz besonderes Ding: ein Song, wie gemacht für die bevorstehende Fußball-Weltmeisterschaft.

„Wir hol’n das Ding, wir holen den Pokal...“, singt Michael Bertram und irgendwie geht der Song sofort ins Ohr. Genau das war für Kloppmann der Auslöser, als er zu Hause auf dem Keyboard ein paar Akkorde klimperte und dachte. „Daraus könnte man mal einen Song machen“.

Klar war: Es konnte nur ein Liebeslied oder ein Fußball-WM-Song werden. Fußball und Liebe, zwei Dinge, die für Kloppmann ohnehin untrennbar zusammengehören. Also spielte sein fragmentarisches Werk, zu dem er Olli Kahns Spruch „Da ist das Ding“ auslieh, der Familie und Freunden vor. „Eingängig und nicht so platt wie viele Fußball-Lieder.“ Diese Rückmeldungen machten Mut. Dann fragte Kloppmann, der auf den Spitznamen Babba hört, bei seinem Kumpel Michael Bertram an, der ein Aufnahmestudio besitzt und singt. Die beiden nahmen mit Bertram Tyron und Stefan Hermanns eine erste Version auf, feilten erneut am Text und nannten sich fortan „Babba’s Project“.

Cover zum WM-Song von Sebastian Kloppmann: „Das Ding“ von Babba´s Projekt wird ab Ende des Monats Mai auch per Amazon verkauft. Foto: Kopietz

Weiter ging es mit dem Probelauf: Kloppmann spielte „Das Ding“ allen vor, „die nicht schnell genug auf den Bäumen waren“, wie er sagt: Schülern, Freunden, Party-Besuchern. Resultat: Wieder gab es mehr Lob als Tadel.

Und: „Das Ding“ entwickelte eine rasante Eigendynamik. „Ich hatte ständig neue Ideen“, schildert Kloppmann, der auch spürte, alles wird professioneller, der Song muss auch vermarktet werden. Das Coverfoto stellte ein HNA-Redakteur bereit. Motiv: Ein deutscher Fan hält den World Cup während der WM 2006 im Berliner Olympiastadion hoch.

Jetzt musste noch ein Video her: Kloppmanns wurde endgültig zum Spielmacher, in seinem Kopf entstand ein Film. „Die Idee ist, dass der WM-Pokal in Göttingen ankommt und durch die Hände von vielen fußballverrückten Menschen gereicht wird“. Und wieder kamen Freunde, Bekannte, Schüler und Fußballer seines Klubs SC Hainberg ins Spiel – als Spielmacher und Wasserträger. Sie waren sofort Feuer und Flamme für das Göttinger-WM-Song-Projekt.

Für das Know-How bei Regie und Schnitt sorgten die Abiturienten Ben Weil und Simon Dichabachev. „Ohne sie wäre ich aufgeschmissen gewesen“, sagt Kloppmann, der dennoch viele neue Erfahrungen sammelt: „Was ich durch die Arbeit an dem Projekt erlebt und gelernt habe, ist toll.“ Er frischte alte Kontakte auf, lernte neue Menschen kennen und musste erfahren, dass aus Unmengen Material auch tolle Szenen herausfielen. „Leider, das tut mir leid für meine Akteure.“ Jetzt müssen Jogi’s Kicker nur noch das Ding aus Brasilien mitbringen. Es würde auch „Babba’s Project“ zu mehr Aufmerksamkeit verhelfen und zu Bestellungen bei Amazon (ab 31. Mai) und Klicks bei You Tube. Die würden schließlich auch Kloppmanns geschröpfte Haushaltskasse wieder auffüllen.

Von Thomas Kopietz

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