Die Woche in Hannover: Feueralarm und Pudding-Bäume

Göttingen/Hannover. Die Woche in Hannover: Unser Korrespondent Peter Mlodoch fasst das Geschehen – auch abseits des Landtags – zusammen.

Einigen Abgeordneten fuhr gehörig der Schreck in die Glieder. Die Woche begann im Leineschloss mit einem Feueralarm; die dort tätigen Mitglieder und Mitarbeiter der Fraktionen von CDU und SPD mussten umgehend das Hauptgebäude des Landtags verlassen. Es war keine beabsichtigte Übung, aber auch kein echter Ernstfall. Staub von der benachbarten Großbaustelle des Plenarsaals hatte die Rauchwarnmeldeanlage ausgelöst. Die Aufregung legte sich denn auch schnell; die Parlamentsverwaltung bedankte sich bei den Betroffenen artig für das „besonnene und situationsangemessene Verhalten“. Gleichzeitig sie nutzte die Gelegenheit, noch einmal die Abläufe in solchen Fällen zu schildern. Und auch eine Lehre zogen die Verantwortlichen: „Um eine bessere Verständlichkeit auf dem Sammelplatz zu gewährleisten, werden wir künftig ein Megafon einsetzen.“

Auf hohem diplomatischen Parkett bewegte sich Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD). Zunächst warb er auf dem Empfang für Russlands neuen Honorarkonsul Heino Wiese in Hannover für bessere Beziehungen zum Putin-Reich. Am nächsten Tag lobte er beim Neujahrfest des chinesischen Generalkonsulats in seinem Grußwort die exzellenten Verbindungen zum Reich der Mitte. „Und das ist erst der Anfang“, meinte der Regierungschef. „Richtig spannend wird es mit Barack Obama.“ Der US-Präsident besucht im April die Hannover Messe. Der geballte internationale Glanz sei in diesen ansonsten schwierigen Zeiten für die Landeshauptstadt durchaus ein gewisser Trost, gab Fußballfan Weil mit Blick auf den letzten Tabellenplatz von seinem Lieblingsverein Hannover 96 launig zu.

Einigen Besuchern im Dienstgebäude von Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) dürfte derzeit das Wasser im Munde zusammen laufen. Pudding-Bäume sind dort in einer Ausstellung zu bewundern, gemalt von Zweitklässlern einer Grundschule in Hannover. Die farbenfrohen Meisterwerke sind Ergebnis eines Projekts, das Kinder für den Schutz der Böden begeistern soll. Für die kleinen Künstler gibt es jetzt die passende Belohnung: Ministeriumssprecher Rudi Zimmeck geht auf Großeinkauf und besorgt jede Menge Schoko- und Vanillepudding – selbstverständlich aus dem Bio-Supermarkt.

Innenminister Boris Pistorius (SPD) zeigt sich neuerdings mit Brille. Die Augen würden in seinem Alter eben schwächer, erklärte der Ressortchef. „Der Lack ist ab.“ Die meisten seiner Gesprächspartner und -partnerinnen sehen das anders, empfinden sie doch das moderne Gestell als äußerst schick.

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