Christian Staender: Frequenzverschiebung auf andere Seite der Fußgängerzone

Göttinger Traditionsgeschäft Woll-Tex schließt im Winter

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Tage sind gezählt: Das Göttinger Traditionshaus Woll-Tex am Kornmarkt in der Fußgängerzone.

Göttingen. Wohlkalkuliertes Aus für ein Traditionshaus: Das Göttinger Textilfachgeschäft Woll-Tex schließt zum Januar 2012. Dem Entschluss dazu seien reifliche Überlegungen vorausgegangen, sagte Woll-Tex-Chef Christian Staender am Montag gegenüber der HNA. Der 48-Jährige leitet das Bekleidungshaus mit seiner Frau Sabine seit 15 Jahren.

Das Gebäude mit insgesamt 1000 Quadratmetern Ladenfläche auf vier Etagen liegt am Kornmarkt am südlichen Ende der Fußgängerzone. Der Familienbetrieb beschäftigt nach eigenen Angaben rund 50 Mitarbeiter. Woll-Tex bietet unter anderem Textilien der Firmen Benetton, G-Star, Desigual und Vero Moda an.

„Es hat eine gewisse Frequenzverschiebung auf die andere Seite der Fußgängerzone gegeben. Es ist schwer, dagegen anzukommen“, sagte Christian Staender. Im nördlichen Teil der Fußgängerzone haben sich neben einer New Yorker-Filiale allein im Laufe des vergangenen Jahres Benetton und Vero Moda mit eigenen Läden angesiedelt.

Noch eröffnet werden soll unter anderem ein S. Oliver-Haus, für das gerade Gebäude neben der Jacobikirche umgebaut werden. „Und in den kommenden Jahren werden sich weitere Textilfilialisten ansiedeln“, sagte Christian Staender. Mit Blick auf die nächsten zehn Jahre seien für ihn die Umsätze nicht mehr einschätzbar.

Das Bekleidungshaus Woll-Tex wurde 1950 von Josef und Elisabeth Staender gegründet. Der Senior-Chef ist inzwischen 86 Jahre alt. Zu seinen Zukunftsplänen mochte sich Christian Staender noch nicht äußern. Bis zur Schließung Ende Januar 2012 bietet das Textilgeschäft nach der Sommerware noch einmal die komplette Herbst- und Winterkollektion an. (coe)

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