Zahlen für die ersten neun Monate: Wieder mehr Einbrüche in Südniedersachsen

Täter sind unterwegs: Für die Polizeidirektion Göttingen wird bei Einbrüchen für die ersten neun Monate ein Plus von gut zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gemeldet. Foto: dpa

Göttingen. In Niedersachsen steigen pro Tag Einbrecher 49 Mal in Wohnungen ein. Damit ist die Zahl der Wohnungseinbrüche laut Polizeistatistik in den ersten neun Monaten des Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum weiter angestiegen – auch in Südniedersachsen.

Landesweit registrierte die Polizei von Januar bis September 13.292 gemeldete Einbrüche in Wohnungen. Das waren 153 (1,2 Prozent) mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum. Für die Polizeidirektion Göttingen meldet das Innenministerium ein Plus von gut zwei Prozent.

Hintergrund für die Veröffentlichung der Statistik war eine Dringlichkeitsanfrage der Opposition von CDU und FDP im Landtag, auf die Innenminister Pistorius reagierte.

Die Polizeiinspektionen dürfen im laufenden Jahr keine Zahlen nennen, wie Joachim Lüther (Göttingen) und Frank Grube (Northeim) erklärten. Aber: Im Bereich beider Inspektionen halten Einbrecher die Beamten auf Trab: „Wir bewegen uns bei der Zahl der Einbrüche auf einem hohen Level“, sagt Lüther. Kollege Grube bestätigt das: „Wir haben einen hohen Stand erreicht. Bei der Northeimer Polizei würden durch die Einbrüche erheblich Personal gebunden. Auch durch vorbeugende Maßnahmen: „Wir starten monatlich Aktionen“, sagt Lüther. In Northeim waren im Herbst Beamte in Wohngebieten unterwegs und wiesen auf Nachlässigkeiten hin.

Bei den Sexualdelikten verzeichnet das Ministerium einen Anstieg um 20 auf 3948. Dabei gibt es regionale Unterschiede. In Osnabrück gab es ein Plus von knapp 22 Prozent, weil gegen etliche Beschuldigte wegen Kinderpornografiebesitz ermittelt wurde. Mehr Sexualtrafdelikte meldete auch die Polizeidirektion Göttingen, Anstieg: 12,1 Prozent. Der Innenminister warnte aber vor falschen Rückschlüssen: „Kurzfristige Veränderungen sind regelmäßig nicht interpretierbar, weil unklar ist, ob ihnen Besonderheiten zugrunde liegen.“ (ymp/tko)

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