Zellen, Prinzessin und Forscherstars: Nobelpreisausstellung startet

Die Erfindung des Nobelpreisträgers: Der Göttinger Stefan Hell hat die STED-Mikroskopie entwickelt, sie erlaubt tiefe Einblicke in die lebende Zelle. Ausstellungs-Konzepmacher Joachim Baur (Mitte) erklärt das Gerät. Foto: Jelinek

Göttingen. Es ist die erste große Ausstellung im Tagungszentrum Alte Mensa der Uni Göttingen: „on/off. Vom Nobelpreis und den Grenzen der Wissenschaft“ heißt die ab Sonntag laufende sechsmonatige und für Besucher kostenlose Schau, mit der die Uni viele Menschen für die Wissenschaft begeistern will.

Sie handelt aber auch davon, was passiert, wenn man – wie der Göttinger Stefan Hell – plötzlich zum Nobelpreisträger und damit zum Wissenschaftsstar wird. Bleibt genug Zeit für die eigentliche Arbeit, die Forschung. Eine Frage, der Hell sich stellen muss, denn nun ist seine Meinung auch als öffentlicher, berühmter Mensch gefragt.

Auf fünf Inseln im Saal der Alten Mensa geht es sowohl um diese populären Themen, wie auch die Vergabezeremonie des Nobelpreises in Stockholm, aber auch um wissenschaftliche Fragen. „Wie wird man ein bekannter Forscher? Wo liegen die Grenzen der Wissenschaft? Was ermöglichen neue Erfindungen?

Das alles wird anschaulich mit unterschiedlichen Mitteln: Videos, Interviews, Tonaufnahmen und vielen Exponaten gezeigt.

Es kann aber auch mitgemacht werden – so an einer Mikroskopierstation.

Zu sehen ist – natürlich – auch die Erfindung Hells, das STED-Mikroskop, mit dem tiefste Einblicke in lebende Zellen möglich sind.

Am Sonntag gibt es ab 12 Uhr ein Eröffnungsprogramm und natürlich Führungen durch die Ausstellung. Für dern Besuch Schülergruppen stehen übrigens Schüler-Scouts bereit, die beim Rundgang helfen.

„Für uns erfüllt sich ein Wunschtraum“, sagte Uni-Präsidentin Ulrike Beisiegel. Für Joachim Baur von der Berliner Agentur „Die Exponauten“, die die Ausstellung konzipiert hat, geht es nicht darum, eine „Heldenverehrung“ zu betreiben, sondern den Bogen von den Möglichkeiten der Wissenschaft bis zum Menschen Forscher und Nobelpreisträger zu schlagen. In der Ausstellung wolle man „die Menschen in das Thema hineinziehen“. Begeistert war Baur von der Mitarbeit des Nobelpreisträgers Stefan Hell, der auch sehr offene und präzise Interviews gegeben habe. (tko)

• Ausstellung der Universität Göttingen: „on/off“. Vom Nobelpreis zu den Grenzen der Wissenschaft“, ab Sonntag, 11. Dezember, 12 Uhr, Tagungszentrum Alte Mensa, Wilhelmsplatz. Eintritt frei. Sonst täglich 12 bis 19 Uhr außer montags.

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