Strecke voraussichtlich bis Mittwoch gesperrt

Zugunglück bei Göttingen: Achslager bei Güterwaggon kaputt

Obernjesa. Experten des Eisenbahnbundesamtes haben bei dem Waggon, der in der Nacht zum Sonntag bei Obernjesa umgekippt ist, einen Achslager-Schaden festgestellt. Die Strecke ist voraussichtlich bis einschließlich Mittwoch gesperrt.

Mitglieder der Eisenbahn-Unfalluntersuchungsstelle des Bundes waren noch in der Unglücksnacht nach Südniedersachsen geeilt, um den Fall unter die Lupe zu nehmen. Bei den Untersuchungen wurde ein Achslagerschaden an dem umgekippten Waggon festgestellt, sagte ein Pressesprecher des Eisenbahnbundesamtes am Montag auf HNA-Anfrage. Der Unglücks-Güterwagen wurde für weitere Untersuchungen sichergestellt. Inwieweit das kaputte Lager die Ursache für das Unglück war, wird derzeit untersucht.

Außerdem untersuchten die Experten die Gleise und Weichen im Bereich Obernjesa. Mitarbeiter der Bahn haben die übrigen Waggons des Unglücks-Güterzuges unterdessen weggeschafft.

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Bereits am Montag hatten die Mitarbeiter des Eisenbahnbundesamtes die Unglücksstelle für die Aufräum- und Reparaturarbeiten freigegeben. Die Schäden sind beträchtlich: So müssen nach Angaben eines Pressesprechers der Bahn etwa 1000 Meter Gleis ersetzt werden. Die Oberleitung muss auf einer Länge von etwa 350 Metern repariert werden. Unter anderem waren bei dem Unglück vier riesige Masten abgeknickt worden. Außerdem sind Kabel beschädigt, die ebenfalls repariert werden müssen. Die Bahn beziffert den Schaden auf etwa eine Million Euro.

Unterdessen müssen Reisende auf den Schienenersatzverkehr umsteigen. Der Regional-Express nach Thüringen wird zwischen Göttingen und Heiligenstadt durch Busse ersetzt. Fahrgäste auf dieser Verbindung sollten bis zu 40 Minuten mehr einplanen.

Die Cantus-Bahnen enden beziehungsweise starten weiterhin in Eichenberg. Von dort pendeln Busse nach Göttingen.

Die Bahn räumt ein, dass es am Sonntag Platzprobleme in den Bussen gab. Man habe leider zunächst nicht mehr als vier Busse organisieren können. Probleme habe es insbesondere dadurch gegeben, dass nicht gleich alle Busse zur Verfügung standen. Am Montag gab es laut Bahn keine Probleme.

Um die Fahrgäste über Schienenersatzverkehr zu informieren, ist mehr Personal als üblich am Bahnhof Göttingen im Einsatz.

Von Bernd Schlegel

Große Schäden nach Zugunglück

Große Schäden nach Zugunglück © HNA/Schlegel
Große Schäden nach Zugunglück © HNA/Schlegel
Große Schäden nach Zugunglück © HNA/Schlegel
Große Schäden nach Zugunglück © HNA/Schlegel
Große Schäden nach Zugunglück © HNA/Schlegel
Große Schäden nach Zugunglück © HNA/Schlegel
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