Zurück aus dem Winterquartier

Lichtenberg-Skulptur steht wieder an angestammtem Platz am Alten Rathaus

Lichtenberg-Skulptur
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Zurück am Alten Rathaus: Die über 40 Kilogramm schwere Lichtenberg-Skulptur. Verleger Tete Böttger (Bild) hatte sie 1991 in Auftrag gegeben.

Göttingen. Georg-Christoph Lichtenberg ist wieder da: Die Skulptur des Künstlers Fuat Dushku wurde am Montagmorgen auf ihren angestammten Platz an der Nordtreppe des Alten Rathauses aufgestellt.

Die Figur war wegen Bauarbeiten auf dem Markt und über den Winter im Städtischen Museum untergebracht worden und stand dort neben dem Gänseliesel-Original.

Die Bronze-Skulptur wurde zum 250. Geburtstag von Georg-Christoph Lichtenberg am 1. Juli 1992 fertiggestellt. Der Göttinger Verleger Tete Böttger hatte sie in Albanien aus eingeschmolzenen Denkmalen von Lenin, Stalin und des albanischen Diktators Enver Hodscha gießen lassen. Zwei Jahre hatte der albanische Bildhauer Fuat Dushku (1930 bis 2002) in Tirana an der Lichtenberg-Figur gearbeitet, dabei 22 Variationen entworfen und drei Gipsmodelle vorgelegt bis die endgültige Skulptur gegossen werden konnte. Zur Realisierung des Projektes trug damals eine nicht unerhebliche Spende des Steidl-Verlages aus Göttingen bei.

Plus und Minus entdeckt 

Lichtenberg war Physiker, Philosoph und Aphoristiker, seine Chaos-Theorien inspirierten Albert Einstein . Lichtenberg erfand das Bogenschweißen, entdeckte Plus und Minus in der Elektrik und ließ zur Belustigung seiner Studenten gasgefüllte Schweinsblasen an die Decke des Lehrsaales aufsteigen – noch vor den ersten Ballonfahrten. Lichtenberg studierte von 1763 bis 1766 an der Universität Göttingen und wurde dort 1770 Professor für Physik, Mathematik und Astronomie.

Ab 1776 hielt er regelmäßig Vorlesungen. Georg Christoph Lichtenberg starb am 24. Februar 1799 im Alter von 56 Jahren in Göttingen. Sein Grab ist auf dem Bartholomäus-Friedhof zwischen Weender Landstraße und Maschmühlenweg. (tko)

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