Viel Lob vom Veranstalter

Zuschauerrekord und glänzende Perspektive für Göttinger Dart-Turnier

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Der Publikumsliebling in Göttingen: Beim Turnier der European Darts Trophy in der Lokhalle war der Schotte Peter Wright extrem gefragt und nahm sich selbst beim Einlaufen Zeit für seine Fans.

Göttingen. Zuschauer-Rekord gleich beim Debüt: Die vorletzte Station der PDC European Tour in Göttingen war nicht nur für den Veranstalter des Dart-Events, sondern auch für die Sport-Stadt Göttingen ein voller Erfolg.

3524 Fans strömten am Sonntag in die Lokhalle, um den Finalsieg des Weltranglisten-Ersten Michael van Gerwen bei der European Darts Trophy zu sehen.

„Zufriedener kann man nicht sein, wenn beim Debüt gleich der Rekord geknackt wird. Damit ist Göttingen jetzt unsere Nummer eins“, bilanzierte Niclas Junker, Pressesprecher der PDC. So viele Zuschauer wie am Sonntagabend waren nie zuvor zu einem Event der PDC European Tour in Deutschland gekommen. Entsprechend gut war die Atmosphäre. „Es war eine super Stimmung in der Lokhalle. Wir hatten hier in Göttingen auch viel junges Publikum und alle waren rundum zufrieden“, sagt Junker.

Ein Grund mehr, im nächsten Jahr nach Göttingen zurückzukehren. Das entschied der Veranstalter bereits nach dem gut angelaufenen Vorverkauf. Und Junker stellte sogar eine mittel- bis langfristige Perspektive in Aussicht: „Wenn das so weiterläuft, werden wir noch einige Jahre in Göttingen zu Gast sein.“ Die Dart-Fans der Universitätsstadt dürfen also darauf hoffen, auch in Zukunft die Stars der Szene bewundern zu dürfen.

Apropos Stars: Mit Michael van Gerwen gewann der Weltmeister und aktuell beste Darter der Welt. Keine Überraschung also. Etwas unerwarteter kam da schon das Achtelfinal-Aus des an Nummer zwei gesetzten Publikumslieblings Peter Wright (3:6 gegen Kim Huybrechts). Trotz des besten Punkteschnitts des gesamten Wochenendes musste der Schotte vorzeitig seinen Hut nehmen. Vielleicht der einzige Wermutstropfen an einem ansonsten fast perfekten Wochenende.

Cross als Überraschung

In die Bresche sprang dafür Rob Cross. „Er ist die größte Überraschung der ganzen Tour. Das hat er auch in Göttingen bestätigt“, sagte Junker. Der unterlegene Finalist aus England (4:6 gegen van Gerwen) ist erst seit Beginn des Jahres auf der European Tour aktiv. In der neuen Weltrangliste wird Cross, auch dank des Auftritts in Göttingen, bis auf Rang 27 klettern. „Eine grandiose Leistung“, meint nicht nur Junker.

Die deutschen Starter präsentierten sich unterschiedlich: Martin Schindler und Renè Eidams schieden mit starken Spielen nach überstandener Quali aus. Ex-Junioren-Weltmeister Max Hopp scheiterte – wie der Kasseler Dragutin Horvat – in der Qualifikation. „Dass Max Hopp Schwierigkeiten hat, sich zu qualifizieren, spricht dafür, dass das Feld in Deutschland zusammenrückt“, sieht Junker eine stetige Weiterentwicklung des deutschen Dartsports. Die Fans sind da schon einen Schritt weiter.

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