Zweckverband plant Auflösung: Datenzentrum KDS steht vor dem Aus

Göttingen. Die 1972 gegründete Datenverarbeitungszentrale Südniedersachsen (KDS) steht vor dem Aus: Nach Informationen der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di wollen die 32 Mitglieder des Zweckverbandes in einer öffentlichen Versammlung am Montag ab 10 Uhr im Gemeindezentrum Rosdorf die Auflösung zum 31. Dezember 2015 beschließen.

Vom Aus der KDS, die IT-Dienstleister für Landkreise, Städte und Gemeinden in Südniedersachsen ist, wären nach Gewerkschaftsangaben etwa 50 Beschäftigte betroffen. Knapp die Hälfte von ihnen wurde von den Kommunen nur abgestellt. Sie müssten dort weiterbeschäftigt werden. Allen anderen drohen dagegen betriebsbedingte Kündigungen, warnt ver.di-Sprecher Lothar Richter. Er fordert die Verbandsmitglieder auf, auf Kündigungen zu verzichten und alle Beschäftigten in ihren Dienststellen aufzunehmen.

KDS-Geschäftsführer Stefan Eilert führt die drohende Auflösung der KDS auf einen anhaltenden „Erosionsprozess“ von Mitgliedern und Umsätzen zurück. In einer Ausschusssitzung im April seien die ausgesprochenen Kündigungen der Verträge mit der KDS bestätigt worden. Es gebe aber Signale, auf betriebsbedingte Kündigungen von Mitarbeitern zu verzichten. So habe der Landkreis Göttingen bereits angekündigt, zwei abgestellte Mitarbeiter und vier KDS-Beschäftigte weiter zu beschäftigten. Beim Landkreis Osterode sind es zwei abgestellte und zwei KDS-Mitarbeiter. Viele von ihnen sind seit mehreren Jahrzehnten für das Datenzentrum tätig, betonte Eilert. (p)

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