Zwei Sieger und viele Gewinner beim Kultur- und Förderpreis

Gruppenbild mit Siegern: Landrat Bernhard Reuter (links) ehrte die Gewinner und Geförderten bei der Vergabe des Kulturpreises im Kino Lumiere. Foto: Schröter

Göttingen. Julian Giro und Thomas Klawunn heißen die Gewinner Kultur- und Förderpreises des Landkreises Göttingen. Zum ersten Mal überhaupt in der 22-jährigen Geschichte des alle zwei Jahre stattfindenden Wettbewerbs wurde der Preis dabei an Filmschaffende vergeben.

Unter dem Motto „Kurzfilme – Begegnungen“ waren 35 Produktionen mit zusammen viereinhalb Stunden Spiellänge eingereicht und von einer neunköpfigen Jury bewertet worden. „Dieser große Zuspruch zeigt, wie beliebt dieser Wettbewerb nach wie vor ist“, freute sich Landrat Bernhard Reuter bei der Preisverleihung im voll besetzten Kino Lumiére in Göttingen.

Die Tatsache, dass sich viele Kinder und Jugendliche beteiligt hätten, habe die Organisatoren veranlasst, sowohl einen Preis für Schüler als auch einen für Erwachsene zu vergeben. Das Preisgeld von insgesamt 5100 Euro, die wie immer von den Sparkassen aus Göttingen, Münden und Duderstadt gestiftet wurden, fielen in beiden Kategorien gleich hoch aus.

Für seinen Film „Begegnungen aus einer anderen Perspektive“ erhielt der Göttinger Schüler Julian Giro ebenso 1400 Euro wie der Göttinger Fotograf Thomas Klawunn für seinen Beitrag „Begegnung“. Giro erzählte dabei die Geschichte eines Lego-Autos, das zunächst von einem Kind gebaut wird, dann aber ein Eigenleben entwickelt und die Welt aus einer ganz anderen Perspektive erkundet.

In Klawunns Film erlebt man einen ganz normalen Tagesbeginn einer Frau, die dann aber auf dem Weg zur Arbeit im Fahrstuhl dem Mann ihrer Träume begegnet. Von da an dreht sich die Zeit rückwärts, man sieht in umgekehrter Abfolge, wie der Mann seinen Morgen verbrachte.

Doch nicht nur die beiden Sieger hatten Grund zum Jubeln. Über Preisgelder von je 800 Euro freuen durften sich die Zweitplatzierten Schülerinnen Lea Wierners und Johanna Diepold mit ihrem Film „Einzigartig“ sowie Fee Strothmann mit ihrem Beitrag „Der Tagwächter“. Platz drei und ein Preisgeld von 350 Euro ging jeweils an die Schüler Carla und Jakob Mecke („Begegnungen“) sowie Jan Reinartz („Taxi Saxonia“).

Der Kultur- und Förderpreis wird alle zwei Jahre ausgeschrieben und ist fester Bestandteil der Kulturpolitik des Kreises geworden.

An den bisherigen elf Ausschreibungen haben sich mehr als 900 Einzelpersonen und Gruppen aus dem Kreisgebiet beteiligt.

Vom Bläserkorps der Jägerschaften über freischaffende Künstlerinnen und Künstler, Autoren, Tanz- und Theatergruppen bis hin zu Rock- und Pop-Gruppen spricht der Kulturpreis die unterschiedlichsten künstlerischen Gestaltungsformen an. (per)

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