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Zwei Workshops für Klassen zum Thema Zwangsarbeit in Göttingen

Thema Zwangsarbeit: Darum geht es in einer Dauerausstellung in Göttingen.
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Thema Zwangsarbeit: Darum geht es in einer Dauerausstellung in Göttingen.

Die Dauerausstellung „Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit. Südniedersachsen 1939-1945“ in Göttingen ermöglicht Schulklassen und Jugendgruppen den kostenlosen Besuch von drei Workshops.

Göttingen – Für den Kurzbesuch eigne sich eine etwa 90 Minuten dauernde interaktive und persönliche „Erkundungstour“, teilten die Organisatoren mit. Dabei gingen die Jugendlichen selbst auf „Erkundungstour“ durch die Ausstellung und erklärten sich anschließend gegenseitig das Gesehene und Gehörte.

Jeweils drei bis vier Stunden dauern die Workshops „Geschichte erforschen mit dem Museumskoffer“ und „Propaganda zur Zwangsarbeit“. Für diese beiden Angebote sind historische Vorkenntnisse erwünscht.

Insgesamt mussten während des Zweiten Weltkriegs in Göttingen und Umgebung bis zu 60 000 Menschen Zwangsarbeit leisten. Sie wurden unter anderem in Gaststätten, in der Landwirtschaft, bei der Müllabfuhr, in kirchlichen Einrichtungen und Privathaushalten eingesetzt. In der Göttinger Universitätsklinik waren Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter in der Krankenpflege, in der Wäscherei, als Küchenhilfe und als Reinigungskräfte beschäftigt. Außerdem wurden etwa 50 junge Polinnen und Russinnen als sogenannte Hausschwangere benutzt, an denen die Medizinstudenten vaginale Untersuchungen übten.

Die Ausstellung wurde 2010 von den Geschichtswerkstätten in Duderstadt und Göttingen in Kooperation mit internationalen Projektpartnern erstellt. Studierende der Hochschule Hannover hatten das Design und die multimediale Präsentation erarbeitet. Nachdem die mehrfach aktualisierte Schau zunächst an wechselnden Orten gezeigt wurde, hat sie seit 2015 in der Berufsbildenden Schule II in Göttingen ein festes Domizil. Weitere Infos gibt es hier. (Bernd Schlegel, mit epd)

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