Zweistündige Aktion in Göttingen: Protest gegen den Krieg in Syrien

Gegen den Krieg in Syrien: Mehrere Gruppen und Flüchtlinge wollen am Samstag in Göttingen demonstrieren. Das Bild entstand in dieser Woche in Aleppo. Foto: dpa

Göttingen. Syrische Flüchtlinge und mehrere deutsche Organisationen wollen am Samstag,17. Dezember, in Göttingen gegen den Krieg in Syrien demonstrieren. Beginn der zweistündigen Aktion ist um 12 Uhr am Nabel auf der Weender Straße.

„Der Massenmord in Aleppo muss gestoppt werden“, sagte Marie Kollenrott vom Kreisvorstand der Göttinger Grünen. „Wir verurteilen aufs Schärfste die Verbrechen, die an Zivilisten in Syrien verübt werden.“ Die Bombardierung von Krankenhäusern und Angriffe auf Hilfstransporte seien Kriegsverbrechen und müssten auch so benannt werden.

Die Grünen forderten insbesondere, dass die zur Flucht aus Ost-Aleppo gezwungenen Menschen freies Geleit durch die vom Assad-Regime kontrollierten Gebiete erhielten, fügte Marie Kollenrott hinzu. Es sei „unfassbar, dass auf wehrlose fliehende Menschen auch noch geschossen wird“.

Das Göttinger Bündnis gegen Krieg erklärte, in Syrien tobe ein „bestialischer Stellvertreterkrieg“ mit bislang schon mehr als 400 000 Toten. Es gehe in dem Konflikt auch um die Vorherrschaft im Nahen und mittleren Osten. Zugleich wandte sich das Bündnis gegen das Vorgehen der türkischen Armee in Syrien.

Bereits am Donnerstag hatten etwa 50 Syrer mit einer Mahnwache in der Göttinger Innenstadt gegen das Vorgehen der Regierungsarmee in ihrem Heimatland protestiert. Schon seit Jahrzehnten regiere Präsident Baschar al-Assad mit Hilfe von Folter und Massakern, sagte ein Redner. Aktuell gehe es vor allem um die Rettung von Zivilisten aus dem Ost-Teil Aleppos: „Es braucht politischen Druck, damit für die Menschen der Weg in andere Städte frei wird.“ (epd/bsc)

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