Für Hilfsorganisation

Heinrich-Böll-Schüler spenden: Zwölf Fahrräder für Afrika

Nach der Reparatur: Konrektor Detlef Hascke überreicht ein Fahrrad an Johannes Wolf vom Verein Fahrräder für Afrika. Foto:  Kling

Göttingen. An der Göttinger Heinrich-Böll-Schule haben die Schüler in Zusammenarbeit mit den Lehrern zwölf alte und kaputte Fahrräder repariert. Die Räder gingen jetzt an einer Hilfsorganisation für Afrika.

Initiiert wurde das Projekt von Detlef Haschke, dem Konrektor der Förderschule. Er war es auch, der auf den Verein Fahrräder für Afrika aufmerksam wurde und Kontakt zum Gründer Johannes Wolf aufnahm.

Bereits im September 2012 hatten Schüler in einer Projektwoche begonnen, alte Räder wieder nutzbar zu machen. Diese seien ihnen von Menschen gespendet worden, die einen Beitrag für die Schule und die Menschen in Afrika leisten wollten, sagt Haschke. „Für uns war dieses Projekt eine Chance, der Gesellschaft etwas zurückzugeben. Normal sind wir es, die Unterstützung bekommen.“

Bei der Übergabe der zwölf gespendeten Räder war der Vereinsgründer Wolf dankbar für das Engagement der Schüler. Es sei eine tolle Sache zu sehen, wie Menschen in Deutschland sich für die Situation in Afrika einsetzen. Der 27-Jährige hatte seinen Verein 2009 gegründet, nachdem er selbst ein halbes Jahr in Namibia war und die Zustände kennengelernt hatte, mit denen die Menschen dort leben. Daraufhin hat er beschlossen selbst aktiv zu werden und den Verein Fahrräder für Afrika gegründet. „Ich will mit meiner Arbeit ermöglichen, dass Kinder einfacher zur Schule kommen, dass Krankenschwestern ihre Patienten schneller versorgen können und dass es möglich wird, mit dem Rad zur Arbeit zu fahren.“

Die Organisation des Studenten hat allein 2013 knapp 1500 Räder durch Spenden erhalten. Der nächste Transport, bei dem auch die Fahrräder der Heinrich-Böll-Schule dabei sein werden, geht Ende des Jahres mit einem Container nach Ghana. Etwa 420 Räder plus Ersatzteile werden dann verschifft. Dort angekommen werden Einwohner für den Verkauf und die Reparatur der Räder eingestellt und angelernt. So schafft Wolf gleichzeitig neue Arbeitsplätze mit seiner Aktion. Als Werkstatt dient der Container, in dem die Fahrräder transportiert wurden.

Finanzielle Unterstützung

Damit das Projekt bestehen kann, benötigt Wolfs Verein weiterhin finanzielle Unterstützung. „Der Transport, der Container und die Ausbildung der Menschen vor Ort kosten zusammen knapp 7000 Euro.“ Weil die Heinrich-Böll-Schule diese Aktion bemerkenswert findet, hat sie beschlossen, zusätzlich zu den zwölf Fahrrädern auch noch 150 Euro zu spenden. „Wir sind froh, wenn wir anderen Menschen helfen können“, sagt Haschke. Weitere Informationen zum Verein „Fahrräder für Afrika“ gibt es im Internet. (bek)

www.fahrraeder-fuer-afrika.de

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