Pflanzaktion

1500 Euro für Schutzgebiet im Schedetal

Freiwillige Helfer haben Bäume und Sträucher bei Bühren gepflanzt.
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Freiwillige Helfer haben Bäume und Sträucher bei Bühren gepflanzt.

Förderverein Bührener Schedetal und Nabu Northeim pflanzen Bäume und Sträuche im Schutzgebiet bei Bühren.

Bühren – „Es ist ein Traum hier eine kleine Arche für die Tier- und Pflanzenwelt entstehen zu lassen. Ich sehe das als Vorzeigeprojekt, das Besucher zum Nachmachen animiert“, sagte Hans-Joachim Haberstock, als er vor Kurzem von seinem kleinen Einachser junge Bäume und Sträucher im Schutzgebiet Bührener Schedetal ablud. Acht Pflanzhelfer vom Förderverein Bührener Schedetal und dem Nabu Northeim hatten sich zur diesjährigen Pflanzaktion mit Gummistiefeln, Mützen und Schals sowie ihrem Spaten in unmittelbarer Nähe der Bührener Schede eingefunden.

Dass der Buschsaum entlang der Schede, wie auch im letzten Jahr, mit zusätzlichen Büschen und Bäumen erweitert werden kann, ist den Fördergeldern von Bingo-Lotto zu verdanken. Mit einer Summe von 1500 Euro wurden die Fördergelder für das Projekt „Blühendes Schedetal“ bewilligt. Durch die Bewerbung mit einer detaillierten Projektvorstellung, war dies möglich geworden und von dem dortigen Gremium als förderungswürdig befunden. „Woanders bekommt man ja heute keine Gelder mehr für ein solches fortlaufendes Programm“, so Haberstock. Gemeinsam mit dem NABU Northeim, dessen zweiter Vorsitzender Haberstock ist, hat der Förderverein den Antrag für dieses Projekt gestellt und mit dem Geld rund 130 Bäume und Verbissschutz kaufen können.

Zehn unterschiedliche, heimische Gebüschsorten wie Kornelkirsche, ein-und zweigriffiger Weißdorn, Hundsrose, Ohrweide, Grauweide, Korbweide, gewöhnlicher Schneeball, Besenginster und schwarzer Holunder haben ihren neuen Standort an der Schede bekommen. Auch konnten weitere Bäume für den bereits bestehenden Baum- und Naturlehrpfad von dem Geld gekauft werden, die in späteren, kleineren Pflanzaktionen ihren Platz finden werden. War der Boden bei der Pflanzaktion scheinbar nass genug, mussten die Naturfreunde allerdings feststellen, dass bei halber Spatentiefe die Erde bereits schon wieder knochentrocken war. Da war Körpereinsatz gefragt, um die Wurzelballen tief genug pflanzen zu können.

Trotz der Mühen war die Laune unter den Helfern bestens. Zwischendurch holte Haberstock mit seinem Einachser immer wieder einen neuen Pflanzennachschub und erklärte den Helfern wie wichtig der Baum- und Strauchsaum als Lebens- und Schutzraum für Flora, Fauna und für die Wasserqualität ist.

Wer sich bei der Gestaltung des kleinen Nautrparadieses aktiv einbringen möchte ist gern gesehen. „Wir suchen Mitstreiter für unseren Förderverein“, sagte Haberstock. Die Flächen des Nabu in dem Areal sind verpachtet und werden landwirtschaftlich genutzt. „Landwirtschaft und Naturschutz schließen sich nicht gegenseitig aus. Es funktioniert im Einklang, wenn unter anderem solche Maßnahmen mit Ausgleichszahlungen für die Bewirtschafter honoriert werden“, so Haberstock.

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