Kalender, Ausstellungen, Exkursionen zum 100. Geburtstag des Bildhauers

2011 – ein Jahr Wüppers

Hann. Münden. Der Mündener Bildhauer Heinz Detlef Wüpper (1911-1995) würde im nächsten Jahr seinen 100. Geburtstag feiern. Aus diesem Anlass hat der Geschichtsverein Sydekum einen Jahreskalender mit Arbeiten des Künstlers herausgebracht. Die Bilder stammen von dem bekannten Fotografen K.O.W. Müller, der ebenfalls seit einigen Jahren in Münden lebt.

Geplant für 2011 sind auch zwei Ausstellungen in der Oberen Rathaushalle sowie im Museum der Stadt im Welfenschloss, ebenso ein Fachvortrag und eine Exkursion zu Wüppers Werken. Mit diesen Veranstaltungen sollen Leben und Werk des Mündeners, dessen Atelier im Bereich Kattenbühl an der Stieggasse lag, gewürdigt werden.

Neben Gustav Eberlein, Heinrich Pforr und Alfred Hesse ist Wüpper der vierte bildende Künstler aus jüngerer Vergangenheit, den der Sydekum-Verein in besonderer Weise ehrt. Alle vier sind in dem Sydekum-Band „Mündener Persönlichkeiten aus sechs Jahrhunderten“ enthalten.

Wüppers Werke sind übrigens nicht nur in Münden zu sehen, sondern auch in Göttingen, Kassel, Witzenhausen und vielen anderen Orten.

In seinem Vorwort schreibt der frühere Mündener Stadtdirektor und spätere Regierungspräsident Karl-Wilhelm Lange, ein Freund Wüppers:

Herrlicher Künstlergarten

„Die Älteren unter uns erinnern sich noch an das vom Grundstück in Hann. Münden, Pickelgasse 3, zum Kattenbühl herübergrüßende Schild mit der Aufschrift „Töpferei Wüpper“, an den Obstgarten mit seinen alten Apfelbäumen und an den mächtigen, wohl 20 Meter hohen Birnbaum der Sorte „Gute Luise“, auf dem man den Meister zur Erntezeit in den höchsten Ästen gewandt herumklettern sah - auch als er das 75. Lebensjahr längst überschritten hatte.

Heinz Detlef Wüpper war stolz auf seine Kräfte und bewies gern sein sportlich-turnerisches Geschick. Dann verblüffte er noch im hohen Alter seine jüngeren Freunde und Gäste mit einem eleganten Flankensprung über Pforte und Gartenzaun und der selbstbewussten Aufforderung, es ihm nachzutun.

Wer Heinz Detlef Wüpper in seiner Werkstatt aufsuchen wollte, betrat nach dem Durchschreiten der Gartenpforte einen der wohl schönsten Künstlergärten Norddeutschlands.

Mächtige Vasen, mit Mosaiken verziert, und blumenüberrankte Schalen aus Ton gebrannt sowie Skulpturen aus seinem langen, erfolgreichen Bildhauerleben überraschten den Besucher. Sie bildeten in dem von drei Generationen gestalteten Garten mit alten Bäumen, Büschen und Blumen, mit dem zur Stieggasse am Rande des Gartens gelegenen über 140 Jahre alten Fachwerkhaus mit Wohnräumen, Werkstatt, Atelier und dem mächtigen Brennofen eine ganz eigene Welt...“

Der Kalender 2011 mit dem Vorwort zu Leben und Werk Wüppers kann im Handel erworben werden, Preis 15,90 Euro.

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