Nahrung und Unterschlupf

30 Obstbäume auf Streuobstwiese in Scheden gepflanzt

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In der Schedener Feldmark: Fabian Kensche (links), Landwirt Reinhard Gerke (auf dem Traktor) und Frank Lange setzten mit weiteren Helfern 30 Bäume in die Erde. 

Tief kamen die Spaten der elf Teilnehmer zu Beginn der Pflanzaktion am Montagnachmittag nicht sofort. Auch wegen der Trockenheit war es harte Arbeit, die Löcher für die bereitliegenden 30 Obstbäume auszuheben.

Auf der Fläche der angrenzenden Streuobstwiese eines Teichgeländes in der Schedener Feldmark hatte sich die Gruppe eingefunden, um mit der Neuanpflanzung den Bestand auf nun 60 Bäume unterschiedlicher Obstbaumsorten zu komplettieren.

In Kooperation der Jägerschaft Scheden und dem Verein „Natur und Umwelt e.V.“ war dieses Projekt seit dem vergangenen Jahr gemeinschaftlich angegangen worden. Mit der Genehmigung der nicht ortsansässigen Eigentümer ist nun durch die entstandene Streuobstwiese ein ökologisches Areal entstanden, auf dem weder gedüngt noch Pflanzenschutzmittel eingesetzt wird und so in Zukunft unterschiedlichen Arten der Tierwelt Nahrung und Unterschlupf bietet. Bereits jetzt stehen schon einige Bienenkästen am angrenzenden Rapsfeld.

Gespendet worden sind die Obstbäume von Baumschulen der näheren Umgebungen, so Landwirt Reinhard Gerke, der mit seinem Traktor die Aktion unterstützte. In den kommenden Wochen werden die jungen Zwetschgen-, Apfel-, Kirsch- und Birnenbäume regelmäßig gewässert werden müssen, damit sie während der herrschenden Trockenheit eine Chance haben, gut anzuwachsen.

Der bereits seit 27 Jahren bestehende Verein „Natur und Umwelt Schedetal“ hat im Lauf seines Vereinsbestehens viele dieser und ähnlicher Aufgaben übernommen, um die Tier- und Pflanzenwelt dieser Region zu fördern. Obstbaumpflege der Streuobstwiesen, Bau, Anbringung und Säuberung von Nistkästen, Aussaat von Insektenwiesen und Blühstreifen sowie deren Pflege, Bau von Insektenhotels mit der Jugend oder auch Müllsammelaktionen in der Feldmark zählen zu den selbst gesteckten Aufgaben. „Mittlerweile zählt der Verein 52 Mitglieder im Alter von vier bis achtzig Jahren. Bereits in diesem Jahr sind zehn neue Mitglieder dazugekommen“, so Frank Lange, Erster Vorsitzender.

Der Bestand von 95 Nistkästen wurde nach zehnjähriger Pause 2020 um 30 neue Nistkästen erweitert, die von den Mitgliedern Norbert Littau und Friedhelm Schulze hergestellt und in den umliegenden Waldgebieten aufgehängt worden sind. Weitere sind in Planung.

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