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35 Reiter und Fahrer aus Deutschland bei der Weserberglanddistanz in Scheden

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Von: Per Schröter

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Reiter am Start der Weserberglanddistanz
Jetzt geht es los: Die Teilnehmer starten in der Gruppe, reiten danach aber meist alleine weiter. © Per Schröter

Der Weserbergland-Distanzritt des Aynur Arabians Distanzstalls von Anne Wegner in Scheden lockt seit 2016 zweimal im Jahr Reiterinnen und Reiter von nah und fern an. Am Samstag (13.08.2022) war es wieder einmal soweit.

„Es ist eine anspruchsvolle Strecke, die Landschaft und die Natur mit den blühenden Sonnenblumenfeldern ist einfach großartig und die Veranstaltung ist immer wieder richtig gut organisiert“, lobte die Trendelburgerin Christina Böker. Die mehrfache und auch amtierende Deutsche Meisterin im Distanzfahren war bereits zum sechsten Mal in Scheden dabei und diesmal mit ihrem Pferd Molimo und dem selbst gebauten Sulky als einzige Fahrerin am Start. „Außerdem mögen wir sehr die familiäre Atmosphäre hier“, sagte Hans Böker, der seine Frau immer bei Rennen begleitet und bei der Versorgung des Pferdes hilft.

Dass sich die Teilnehmer beim Weserbergland-Distanzritt so wohl fühlen, dafür sorgen seit jeher auch Veranstalterin Anne Wegener, die den Aynur Arabians Distanzstall betreibt, und ihr rund 25-köpfiges Helferteam. Wie immer hatten sie in der Feldmark rund um Scheden Strecken zwischen 25 und 120 Kilometern Länge vorbereitet, von denen diesmal aber nur vier Distanzen (25, 41, 66 und 83 Kilometer) belegt waren.

Wie bei jeder sportlichen Veranstaltung gilt es auch beim Distanzritt, die Strecken so schnell wie möglich zurückzulegen. „Dabei muss jeder Teilnehmer aber selbstverständlich, gerade bei hochsommerlichen Temperaturen wie diesen, genau auf sein Pferd achten und darf es nicht überfordern“, betonte Anne Wegner, die selbst eine erfolgreiche Distanzreiterin ist, sich am Wochenende aber ausschließlich um den reibungslosen Ablauf der Veranstaltung kümmerte. „Wichtig ist vor allem, dass man gleichmäßig reitet“, so die Organisatorin. Wenn das Pferd gegen Ende des Rittes noch einen starken Eindruck mache, könne man dann das Tempo erhöhen.

Verantwortlich dafür, dass alle Tiere fit ins Rennen gingen und dieses auch gesund überstanden, waren auch diesmal wieder drei Tierärztinnen mit ihren Kontrollen. Schon vor dem Start wurde der allgemeine Zustand der Pferde überprüft. Auf der Strecke wurde der Puls gemessen und nach jeder Runde folgten ein weiterer Check und eine Verschnaufpause von 45 Minuten. Dabei wurde dann die Zeit genommen, die es brauchte, um den Puls des Pferdes von bis zu 220 während der Belastungsphase auf höchstens 64 zu senken. Außerdem wurden der Gang des Tieres, seine Darmgeräusche und die Farbe der Schleimhäute überprüft. „Stimmt etwas nicht, wird ein Pferd rechtzeitig aus dem Rennen genommen, ehe etwas passiert“, sagte Anne Wegner. Mit ungefähr zehn Prozent sei die Quote derjenigen Tiere, die vorzeitig disqualifiziert wurden, aber „relativ gering“.

„Die Resonanz der Teilnehmer war insgesamt wieder großartig“, freute sich Anne Wegner auch diesmal wieder über eine „rundum gelungene“ Veranstaltung – auch wenn es für ihren Geschmack ein paar mehr Starter hätten sein dürfen. Dass es diesmal nur 35 waren, und damit so wenig wie noch nie, habe sicher auch an der aktuellen Krise und den damit verbundenen hohen Benzinpreisen gelegen.

„Ich hoffe, dass sich das bald wieder ändert und wir im kommenden Jahr wieder etwas mehr Starter haben“, so Wegner, deren ausdrücklicher Dank an ihr Helferteam ging, „ohne das eine solche Veranstaltung gar nicht möglich wäre“.

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