60 km/h auf der A7

A7-Baustelle: Geschwindigkeitsbegrenzung bei Hann. Münden führt zu Diskussionen

Geschwindigkeit auf 60km/h begrenzt: Die Baustelle auf der A 7 von der Brücke beim Rasthof Staufenberg/Lutterberg in Richtung Kassel gesehen.
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Geschwindigkeit auf 60km/h begrenzt: Die Baustelle auf der A 7 von der Brücke beim Rasthof Staufenberg/Lutterberg in Richtung Kassel gesehen.

Auf der A7 bei Hann. Münden/Staufenberg führt eine Geschwindigkeitsbegrenzung für Diskussionen. Warum 60, fragen einige Leser. Es ist der Sicherheit wegen, so die Antwort der Verantwortlichen.

Hann. Münden/Staufenberg – Die Baustelle auf der Autobahn 7 zwischen den Anschlussstellen Hann. Münden/Lutterberg und Hann. Münden/Hedemünden führt zu Ärger bei einigen Autofahrern. Für Aufregung sorgt die Begrenzung auf 60 km/h in Fahrtrichtung Hannover. Diese beginnt etwa 400 Meter vor der Abfahrt Hann. Münden/Lutterberg.

Verkehr wird auf 60 km/h abgebremst

Davor wird der Verkehr auf 120, 100 und 80 km/h abgebremst. Einige unserer Leser schreiben, dass so Stau vorprogrammiert sei, zumal die Fahrzeuge an dieser Stelle eine Steigung überwinden müssen. Für Lastwagen sei das besonders kritisch, heißt es in einer Leserzuschrift.

Wir haben bei der Autobahn GmbH des Bundes, die seit 1. Januar für die Betreuung der Autobahnen in Deutschland zuständig ist, nachgefragt. „Die 60 km/h für alle sind die Forderung von Polizei und unserer Verkehrsbehörde“, heißt es von Inga Fahlbusch, von der Unternehmenskommunikation der Autobahn GmbH.

Grund dafür sei, dass die Baustellenzufahrten nach der Verkehrsumlegung nun am Mittelstreifen liegen. Vorher befand sich die Baustelle auf der rechten Seite. Einige hundert Meter vor der Abfahrt Hann. Münden/Lutterberg wird der Verkehr auf den rechten und mittleren Fahrstreifen begrenzt. Nach der Auffahrt wird der Verkehr zusätzlich über den Standstreifen geleitet, sodass dort wieder drei Fahrspuren zur Verfügung stehen. Die 60er-Zone reicht bis kurz vor der steilen Abfahrt in Richtung Werratalbrücke.

Lastwagen können sich an der A7-Baustelle stauen

Lastwagen, die von der Baustelle in der Mitte abfahren, müssten dann auf dem zweiten Überholfahrstreifen, dem Fahrstreifen links, beschleunigen. Zudem müssen die Fahrzeuge alle drei Fahrstreifen kreuzen, wenn sie die zeitweiligen Abfahrten nutzen wollen. „Wir wissen, dass diese Situation alles andere als optimal ist“, so Fahlbusch weiter. Um die Situation zu entspannen, habe man sich für 60 km/h entscheiden. Zudem ist von jedem Autofahrer erhöhte Aufmerksamkeit gefordert. „Hinzu kommt, dass es für LKW kein Überholverbot gibt“, so die Pressesprecherin.

Ein Verbot würde dazu führen, dass es zu einem langen LKW-Rückstau kommen könnte, was die Gefahr für Auffahrunfälle deutlich erhöhe. Grund dafür seien die unterschiedlichen LKW-Typen und die Steigung, die sie im Baustellenbereich überwinden müssen. „Mit dem durchgestrichenen Überholverbotsschild wollen wir nochmals darauf aufmerksam machen, dass das Überholen möglich ist, um diese schweren Folgen zu verhindern.“

A7: Arbeiten bei Hann. Münden bis November

Die Arbeiten zwischen den beiden Anschlussstellen auf der A7 sollen noch bis zum November andauern. Grund dafür sind laut Autobahn GmbH Sanierungen an den Schutzplanken und der Kanalisation. Der Kanal wird zurzeit von Schacht zu Schacht erneuert, sodass immer abschnittsweise auf dem linken Streifen gesperrt werden muss. Dabei könne es zu unvorhersehbaren Verzögerungen kommen, heißt es weiter. Momentan seien die Arbeiten aber im Zeitplan. Bis zum Ende der Baustelle bleibe diese Verkehrsführung samt Geschwindigkeitsbegrenzung bestehen.

Die Autobahnbauarbeiten haben am 19. April begonnen. Neben dieser Baustelle gibt es auf der A7, die die längste Autobahn Deutschlands ist, noch viele andere Bauarbeiten. Unter anderem im Bereich Northeim bis nach Seesen. (Jens Döll)

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