Griffigkeit auf Hauptfahrspur zu gering

A 7: Unfallgefahr für Lkw bei Fahrbahnnässe

Lutterberg. Auf der Gefällstrecke der Autobahn 7 (A 7) zwischen den Anschlussstellen Lutterberg und Hedemünden besteht bei Fahrbahnnässe Unfallgefahr für Lkw.

Grund: Durch ständigen Abrieb gehe die Griffigkeit auf der Hauptfahrspur verloren, sagt der Leiter der Autobahnpolizei Göttingen, Erster Polizeihauptkommissar Matthias Rink. Die Hauptfahrspur ist die rechte. Ein Schild in Höhe Rinderstallbrücke sieht bei nasser Fahrbahn für Lkw ein Tempolimit von 60 km/h vor.

Bei Fahrbahnnässe waren im April dieses Jahres auf der Gefällstrecke zwischen den beiden Anschlussstellen zwei Lkw verunglückt. Die Fahrer hatten beim Bremsen den Retarder, eine Art Getriebebremse, benutzt, dabei hatte der Auflieger ungebremst auf die Zugmaschine gedrückt. Die Folge: Die Zugmaschine war zur Seite ausgebrochen, der Tank war aufgeschlitzt.

Bei bestimmten Straßenverhältnissen, etwa feuchtem Belag durch Regen, sowie einer Gefällstrecke, sei es besser, die Retarderbremse nicht zu betätigen, so Rink. Mit der herkömmlichen Bremse, die auf Zugmaschine und Auflieger wirke, lasse sich in der Regel der gesamte Sattelzug abbremsen, ohne ein Ausbrechen des Zuges zu riskieren. Mangelnde Griffigkeit bestehe bei Fahrbahnnässe auch auf der Steigungsstrecke. Es sei mehrfach vorgekommen, dass vollbeladene Lkw, die am Beginn des Laubacher Bergs langsam fahren mussten oder standen, nicht mehr den Berg hochkamen, sagte der Polizist.

Zuständig für die A 7 in Südniedersachsen ist die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Gandersheim. Der Leiter Udo Othmer erklärt, 2017 werde das Amt Maßnahmen ergreifen, um die Griffigkeit der Hauptfahrspur zu verbessern. In welchem Umfang das geschehe und wo genau, müsse noch abgeklärt werden. Bei der Verkehrssicherheitskonferenz sei festgelegt worden, auf der A 7 häufiger die Griffigkeit der Fahrbahn zu messen. 

Rubriklistenbild: © Schachtschneider

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