1. Startseite
  2. Lokales
  3. Hann. Münden

Gaußturm-Kiosk bei Dransfeld: Kritik an den Öffnungszeiten

Erstellt:

Von: Michael Caspar

Kommentare

Neueröffnung Gaußturm-Kiosk: Mit einem solchen Besucheransturm hatte das Projektteam bei der Neueröffnung des Gaußturms nicht gerechnet.
Der Gaußturm-Kiosk bei Dransfeld ist beliebt. Kritik gab es nun aber an den Öffnungszeiten. © Per Schröter

In Dransfeld regt sich Unmut über die Öffnungszeiten der Einrichtung.

Hoher Hagen – Mit viel Idealismus betreibt ein elfköpfiges Team um Lena Philipp aus Varmissen seit Oktober 2021 den Gaußturm-Kiosk. Doch nun gibt es Kritik, dass er nur sonntags offen ist.

„Das Konzept des Teams, den Hohen Hagen mit Kulturveranstaltungen zu beleben, ist voll aufgegangen“, lobt der Dransfelder Ratsherr Bernd Lesser (FWG). Auch der Ausbau des Kiosks sei gelungen. „Nicht zufrieden“ zeigt sich der Kommunalpolitiker dagegen damit, dass das Team den Kiosk nicht – wie ursprünglich angekündigt – von freitags bis sonntags öffnet.

„Wir wollen mit den Verantwortlichen am Dienstag, 20. September, im nicht öffentlich tagenden Verwaltungsausschuss darüber sprechen“, kündigt Stadtdirektor Mathias Eilers (SPD) an. Auch die Stadt als Miteigentümerin des Turm sei mit der aktuellen Situation unglücklich.

Die Kiosk-Betreiber verwalten nämlich auch die Schlüssel für die Toiletten im Turm und für die obere Plattform, die einen spektakulären Fernblick bietet. „So standen etwa die vielen Menschen, die es in diesem Jahr am Vatertag, am zweiten Oster- oder Pfingsttag auf den Hohen Hagen zog, vor verschlossenen Türen“, ärgert sich Ratsherr Lesser. Der Betreiber des nahen Campingplatzes hat jahrelang ehrenamtlich Touristen die Türen zur Plattform geöffnet. 2020 verkauften er und seine Frau ihre Fünf-Sterne-Anlage an die Kieler Regenbogen AG. Der Rentner war froh, auch die Verantwortung für die Plattform abzugeben.

„Wir arbeiten alle in Vollzeit und betreiben den Kiosk nebenher“, kommentiert Teamsprecherin Philipp die Kritik. Ihnen gehe es nicht in erster Linie darum, Geld zu verdienen. Sie treibe vielmehr der Wunsch an, die „tolle Gegend“ rund um den Turm zu beleben. Schnell habe sich herausgestellt, dass ihre Kräfte auf Dauer nur für die Sonntage reichten.

„Ich hätte drei Tage geschafft“, ärgert sich Ulfert Eilers, der Bruder des Stadtdirektors. Der Polizist im Ruhestand hatte im vergangenen Jahr bei der Kiosk-Vergabe den Kürzeren gezogen. Statt Kultur schwebte ihm nur der Getränke- und Würstchenverkauf vor. (Michael Caspar)

Auch interessant

Kommentare