Bürgermeister: Großes Lob für die Helfer

„Alle zogen an einem Strang“

Das kommt davon: Der Fahrer dieses Transporters missachtete alle Warnungen und versank im Mündener Steinweg in den Werrafluten. Feuerwehrleute „durften“ ihn schließlich aus seiner Lage befreien. Foto: Burkhardt

Der Gesamtschaden ist in Euro und Cent nicht berechnet worden. Doch soviel steht fest: Das jüngste Hochwasser an Fulda, Werra und Weser hätte noch sehr viel Schlimmeres angerichtet, wenn Flussanwohner, Rettungsorganisationen, städtischer Krisenstab, Wasser- und Schifffahrtsamt, heimische Firmen und viele weitere Helfer nicht so umsichtig und tatkräfig reagiert hätten.

Diese Bilanz zog Bürgermeister Klaus Burhenne nach den zwei Flutwellen Mitte Januar im Dreiflüssegebiet. Das Wasser war, wie berichtet, in Dutzende von Häusern eingedrungen, hatte zahlreiche Straßen überschwemmt und Gärten, Äcker und Wiesen in Seenplatten verwandelt. Besonders betroffen waren die auf Flusshöhe liegende Mündener Altstadt und, vor allem bei der überraschenden zweiten Welle vom Thüringer Wald her, das Werratal mit Hedemünden und Oberode.

In einem rückblickenden Gespräch mit unserer Zeitung zeigte sich das Stadtoberhaupt gestern froh darüber, dass „wir hier in unserer Stadt so einträchtig und selbstverständlich an einem Strang ziehen, wenn’s drauf ankommt.“ Er spreche deshalb allen Beteiligten einen „ganz großen Dank“ aus:

• den betroffenen Bürgern, die Nerven bewahrt und selbst aktiv geworden sind, ohne lange nach Hilfe zu rufen – so versorgten sich die Anwohner mit mehreren tausend Sandsäcken vom Baubetriebshof und schleppten sie vor ihre Hauseingänge und Kellerfenster;

• den freiwilligen Rettungskräften sowie allen Behörden und Dienstleistern, die mithalfen, den Flutverlauf zu ermitteln, den Schaden zu begrenzen und die Lage insgesamt im Griff zu behalten;

• den heimischen Bau- und Transportfirmen Kirchner und Pethran, die Lkw, Bagger und Personal zur Verfügung stellten und – wie alle anderen – selbst mitten in der Nacht ansprechbar gewesen seien, wenn es die Lage erforderte;

• allen anderen, wie hilfsbereiten Nachbarn und sogar Auswärtigen, die vom Hann. Mündener Hochwasser hörten und fragten, ob sie etwas tun könnten – so hätten sich die Bürgermeister der befreundetren Städte Oberviechtach und Quedlinburg gemeldet;

• und nicht zuletzt den Mitarbeitern im Krisenstab.

Viele der Beteiligten, so Burhenne, seien in wechselnden Schichten beinahe rund um die Uhr im Einsatz gewesen. Insgesamt hätten Koordination und Zusammenarbeit sehr gut funktioniert – auch weil man aus jedem Hochwasserereignis Lehren gezogen habe.

von Axel Schmidt

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