Ausbildung zur Pfarrerin

Annika Landt macht Vikariat in der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Dransfeld

Vikarin Annika Landt steht vor der evangelisch-lutherischen Kirche St. Martini Dransfeld
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Annika Landt ist Vikarin in der evangelisch-lutherischen Kirche St. Martini Dransfeld.

Rund fünf Monate ist es bereits her, dass Annika Landt ihre Stelle als Vikarin in der Dransfelder St. Martini-Kirchengemeinde angetreten hat. Und obwohl sie durch den Corona-Lockdown weniger persönlichen Kontakt zu den Menschen pflegen konnte als in „normalen“ Zeiten, ist Landt ihre neue Heimat bereits ans Herz gewachsen.

„Dransfeld ist eine tolle und unglaublich aktive Gemeinde“, sagt Annika Landt. Aber auch in der St. Martini-Kirchengemeinde fühle sie sich schon sehr wohl. „Gerade in der aktuell schwierigen Zeit ist von der Kirche sehr viel Kreativität und Einfallsreichtum gefordert“, sagt sie. „Und beides haben das Pastorenehepaar Almuth und Christoph Wiesenfeldt und ihr Team bislang definitiv bewiesen und tun es jeden Tag aufs Neue“, lobt die Vikarin.

In Hamm bei Dortmund geboren und aufgewachsen, studierte Annika Landt evangelische Theologie in Göttingen, Marburg und Berlin, bevor sie dann zurück in Göttingen ihr erstes Staatsexamen ablegte. „Zwischendurch habe ich auch noch ein Semester islamische Theologie in Istanbul studiert, weil mir der interreligiöse Austausch schon immer sehr wichtig war“, sagt die 28-Jährige.

Der Wunsch, einmal Pastorin zu werden, sei in ihr nach der Konfirmation aufgekommen. „Da war ich in der Jugendarbeit aktiv und das war für mich so etwas wie der Öffner“, sagt sie. Vor allem die „tolle Pastorin“, die damals die Jugendarbeit leitete, habe sie begeistert. Nachdem sie bei ihrer Bewerbung um eine Vikarinnenstelle als Wunschregion Göttingen angegeben hatte, habe sie sich sehr darüber gefreut, nach Dransfeld zu kommen. „In Göttingen habe ich meinen Freundeskreis und mit Almuth und Christoph Wiesenfeldt zwei großartige Pastoren, von denen ich sehr viel lernen kann“, sagt sie. Und Lernen ist genau das, was ein Vikariat ausmacht.

Auf Vikariat folgt zweites Staatsexamen

„Ein Teil des Vikariats ist das Seminar in Loccum, das derzeit nur online stattfinden kann“, erzählt Annika Landt. Dabei bekämen die angehenden Pastorinnen und Pastoren in der Theorie das beigebracht, was sie dann praktisch in ihrer jeweiligen Gemeinde praktisch umsetzen sollen. „Meine erste Aufgabe hier in Dransfeld war es, einen Teil eines Gottesdienstes abzuhalten“, sagt Landt. Das habe im November gerade noch geklappt, dann sei der Lockdown gekommen. „Im Laufe meines Vikariats werde ich unter anderem noch lernen, Konfirmationsunterricht zu geben, in der Schule Religion zu unterrichten und natürlich Taufen, Hochzeiten und Beerdigungen zu begleiten“, so Landt. Und das alles werde sie in der St. Martini-Gemeinde auch praktisch umsetzen, bevor sie dann im Frühjahr 2022 das zweite Staatsexamen ablegt und dann eine eigene Stelle als Pastorin antreten kann.

Wo das sein wird, steht natürlich noch in den Sternen. „Ich würde gerne hier in der Region bleiben, weil die Menschen sehr nett sind und es mir hier landschaftlich sehr gut gefällt“, sagt Annika Landt. Allerdings könne man heute natürlich auch noch nicht sagen, was in zwei Jahren ist. „Zunächst einmal freue ich mich auf die Zeit nach der Corona-Pandemie, unter der viele Menschen leiden.“ Besonders schwer sei es in ihren Augen aktuell für Mütter, „die jetzt wieder vermehrt in alte Rollen gedrückt und alleine für die Kindererziehung zuständig gemacht werden“. Landt selbst, die sich als „geselligen Typ“ bezeichnet, sehnt sich danach, endlich wieder Menschen treffen zu können – sowohl privat als auch in ihrer neuen Kirchengemeinde, in der sie sich schon jetzt so wohlfühlt.

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