Schüler aus Göttingen im Einsatz für den Naturschutz bei Ellershausen und Escherode

Arbeit, damit das Moor nass bleibt

Naturschutzwoche im Moor: Schüler aus Göttingen arbeiteten in Schutzgebieten des Altkreises Münden. Fotos: Sechtling/nh

Altkreis Münden/Göttingen. „Wir haben den Auftrag, seltene Biotope zu schützen und zu erhalten. Daher wird es für euch in zwei Moorgebiete des Forstamtes Münden gehen“, erklärte Jennifer Sechtling den Klassen 12a und 12b der Tannenbergschule aus Göttingen, die ins Waldpädagogikzentrum am Steinberg (Hann. Münden) gekommen waren.

Sechtling, Leiterin des Waldpädagogikzentrums, hatte den Naturschutz-Einsatz im Vorfeld mit dem Naturschutzbeauftragten des Forstamtes Münden, Jörg Behling, abgesprochen. Unterhalb des Totenberges in der Revierförsterei Ellershausen sowie im Endschlagbachtal in der Revierförsterei Escherode ging es darum, junge Fichten mit ihren Wurzeln zu entnehmen, damit sie dem nassen Moorboden nicht die Feuchtigkeit entziehen können.

Das kam den Schülern erstmal komisch vor, berichtet Sechtling: Bäume rausziehen für den Naturschutz? Aber sie erkannten, dass Moor eben nur Moor sein kann, wenn es nass ist, und dass nur dadurch ein Moorkörper entstehen kann.

Seltene Tier- und Pflanzenarten sind auf solche Biotope spezialisiert. Zudem tragen Moore noch zur CO2-Senkung bei.

Einen wichtigen Beitrag leisteten die Schülerinnen und Schüler daher in ihrer Naturschutzwoche, die regelmäßig im November stattfindet. Dafür, dass das Projekt durch die Bingo-Stiftung gefördert wurde, setzte sich Heike Mengler als Klassenlehrerin ein. „Das gemeinsame Anpacken ist für unsere Schüler eine wichtige Erfahrung gewesen. Nun sind sie alle von der frischen Luft ganz müde und glücklich, eine sinnvolle Arbeit unterstützt zu haben. Wir werden versuchen nächstes Jahr wieder zu kommen.“ (red/tns)

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