Quote beträgt im Mai nur noch 4,4 Prozent

Niedrigste Arbeitslosenquote seit Wiedervereinigung

117 Arbeitslose weniger als voriges Jahr: Diese Verbesserung nennt die Agentur für Arbeit für den Bereich der Geschäftsstelle Hann. Münden im zu Ende gehenden Mai. Es ist ein Rekord.

Hann. Münden/Samtgemeinde Dransfeld/Staufenberg. In diesem Monat seien dieses Jahr 966 Personen arbeitslos gemeldet, damit liege die Arbeitslosenquote bei 4,4 Prozent. Vor einem Jahr betrug sie 4,9 Prozent. Die Geschäftsstelle Hann. Münden der Arbeitsagentur ist für die Gemeinde Staufenberg, die Samtgemeinde Dransfeld und die Stadt Hann. Münden zuständig. Im April dieses Jahres waren in diesem Bereich noch 43 Frauen und Männer mehr arbeitslos als im Mai.

Für den gesamten Agenturbezirk, der die Landkreise Göttingen und Northeim umfasst, meldet die Agentur erneut die „niedrigste Arbeitslosenquote seit der Wiedervereinigung“. Die Quote der Arbeitslosen, sowohl im Landkreis Göttingen als auch im Gesamtbezirk, berechnet auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen, liege aktuell bei 5,6 Prozent (voriges Jahr um diese Zeit: 5,8 Prozent).

Insgesamt waren im Mai 13 422 Menschen in den Kreisen Göttingen und Northeim arbeitslos gemeldet, was 413 weniger waren als im April und 437 weniger als im Mai vergangenen Jahres.

Stellenangebote

Die hohe Nachfrage nach Arbeitskräften halte weiter an, heißt es im Bericht weiter. Im Mai meldeten die Arbeitgeber der Region 1308 Stellenangebote, davon 1181 sozialversicherungspflichtig. Im Altkreis Münden ist laut Statistik der Bestand an Stellen leicht gesunken: Hier gibt es 358 im Angebot, was 13 weniger als im April sind.

Unterbeschäftigung

Zusätzlich zur Arbeitslosenzahl führt die Agentur für Arbeit auch Buch über die sogenannte Unterbeschäftigung. Darunter fallen Personen, die zum Beispiel gerade eine berufliche Weiterbildung machen, Arbeitsgelegenheiten nutzen, einen Gründungszuschuss erhalten haben oder sich in einem arbeitsmarktpolitischen Sonderstatus befinden. Auch hier sei die Zahl der Betroffenen gesunken: Für den zu Ende gehenden Mai verzeichnet die Agentur 17 934 Frauen und Männer, was 953 weniger seien als voriges Jahr um diese Zeit.

Ausbildung

Noch längst nicht jede Ausbildungsstelle ist besetzt, heißt es im Bericht weiter. Von den seit Oktober 2017 gemeldeten 2278 Ausbildungsplatzbewerbern warteten Ende Mai noch 1089 auf die Zusage eines Betriebes. Demgegenüber gebe es noch zahlreiche offene Ausbildungsplätze in der Region: von den seit Oktober gemeldeten 2587 Lehrstellen waren im Mai 1338 noch nicht abschließend besetzt.

Klaus-Dieter Gläser, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Göttingen: „Es sind noch zwei Monate Zeit, bevor die ersten Ausbildungen starten, also kein Grund, bereits die Flinte ins Korn zu werfen. Wer noch einen Ausbildungsplatz für 2018 sucht, sollte jetzt allerdings Gas geben und auf die Betriebe oder unsere Kolleginnen und Kollegen in der Berufsberatung zugehen. 

Ist das Zeugnis nicht so überzeugend, können Bewerberinnen und Berber beispielsweise in einem kurzen Betriebspraktikum ihre Motivation und Stärken unter Beweis zu stellen. Aber auch Arbeitgeber sollten an der einen oder anderen Stelle vielleicht ihre Anforderungen an die zukünftigen Nachwuchskräfte überprüfen. Denn wir brauchen auch die Bewerberinnen und Bewerber aus der zweiten Reihe. Ausbildungsbetriebe sind heute nicht mehr nur als Talentent-wickler, sondern insbesondere auch als Talentendecker gefragt.“

Um Ausbildungsinteressierte bei ihrer Suche zu unterstützen, bietet die Agentur für Arbeit in Zusammenarbeit mit den Kammern an den Standorten Göttingen, Northeim und Osterode vor den Sommerferien jeweils eine Ausbildungsplatzbörse an, auf der sie offene Lehrstellen der Region präsentiert, über Alternativberufe informiert und Unterstützungsangebote für Jugendliche vorstellt.

Die Ausbildungsplatzbörsen in Göttingen und Northeim finden am 13. Juni statt, in Göttingen von 13.30 bis 16 Uhr, in Northeim von 14 bis 17 Uhr. In Osterode wird die Veranstaltung am 20. Juni, 14 bis 17 Uhr, angeboten. 

Rubriklistenbild: © Henrik Wiemer / Digitalfoto

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