Berufliche Schulen erhalten Ladebox für Elektroautos zum Lernen

Ausbildung voller Energie

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Präsentierten die neue Stromtankstelle: Marc Pfütz (VHM), Gerd Reddig (Schulleiter BBS), Jens Steinhoff (VHM), Marcel Riethig (Schuldezernent des Landkreises Göttingen) und Christel Wemheuer (Erste Kreisrätin des Landkreises Göttingen).

Hann. Münden – Dem Elektroauto wird eine große Zukunft vorausgesagt. Doch um diese ausgeklügelte Antriebsart in der Werkstatt richtig warten zu können, sind Experten gefragt. An den Berufsbildenden Schulen Hann. Münden (BBS) können sie demnächst noch besser ausgebildet werden – dank der neuen Ladebox in der Kfz-Werkstatt.

Die sogenannte Wallbox hat eine Leistung von 22 KW. Damit lässt sich ein Elektrofahrzeug, das die entsprechende Leistung verarbeiten kann, in drei Stunden aufladen. Die Ladestation im Wert von vier bis fünftausend Euro wird mit Wechselstrom betrieben, der von den Fahrzeugen in die für die Batterien notwendige Gleichspannung umgewandelt wird.

Gesponsert wurde die Wallbox von den Versorgungsbetrieben der Stadt Hann. Münden (VHM). Die notwendige Elektroverteilung in der Werkstatt hat der Landkreis Göttingen als Schulträger mit 10 000 Euro unterstützt. „Die Elektromobilität wird kommen und deswegen müssen wir uns schon jetzt darauf einstellen. Daher freuen wir uns über diese Kooperation“, betont Christel Wemheuer, erste Kreisrätin des Landkreises Göttingen.

Während die Wallbox in der Halle allein für Schulungszwecke gedacht ist, plant die BBS zwei bis drei weitere Ladestellen, die beispielsweise für Schüler und Lehrkräfte der Schule zur Verfügung stehen sollen. Abgerechnet wird dann wie bei den bereits bestehenden Ladestellen der VHM über eine Ladestationskarte.

Für die Parkplätze hat der Landkreis Göttingen nochmals 15 000 Euro bereitgestellt. Zudem arbeitet die Schule an Ladestellen für E-Bikes. Schulleiter Gerd Reddig äußerte sich zufrieden zum bislang Erreichten: „Elektromobilität ist das Zukunftsthema und wir freuen uns sehr, wenn wir dazu beitragen können, einen weiteren Schritt in diese Richtung zu gehen.“ Die BBS möchte nun dazu noch Lehrmodule, wie beispielsweise Teile eines Elektromotors oder der Batteriekomponenten anschaffen, an denen die künftigen Hochfrequenztechniker ausgebildet werden sollen.

„Als Fachbereich für Kraftfahrzeugtechnik wollen wir uns zukunftsgerecht aufstellen“, sagt Gerd Reddig. Schließlich müsse man sich darauf einstellen, dass die Nachfrage nach Auszubildenden in diesem Bereich zunehme.

„Für diese Technik braucht es hohe Fachkenntnisse. Fehler können ansonsten fatale Folgen haben, beispielsweise ein überspringender Lichtbogen, der dann Verletzungen hervorrufen kann.“

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