Feier zum Abschluss - Auszeichnung und zugleich Ansporn

Grotefend-Gymnasium: „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“

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Enthüllten ein sichtbares Zeichen gegen Rassismus und Diskriminierung: Pate Hartwig Fischer, Heidrun Korsch (Schulleitung), Linda Schuster (auf der Leiter),Ilvy Polter, Claudia Schanz (Kultusministerium), Matthias Tubaj, Ann-Christin Kruse (Schülervertreter Koordinatorin), Henrike Kamm, Emma Jankowski und Paulina Medek.

Hann. Münden. In einer Feierstunde wurde dem Grotefend-Gymnasium Münden am Freitag der Titel „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" verliehen - eine Auszeichnung und zugleich Ansporn für die Zukunft.

Mit ihrer Unterschrift verpflichteten sich vorab etwa 88 Prozent der Schüler und 40 Prozent der Lehrer, sich aktiv gegen Ausländerfeindlichkeit, Gewalt, Mobbing und Diskriminierung jeglicher Art einzusetzen - in der Schule und darüber hinaus.

Aktiv gegen Ausgrenzung

Claudia Schanz vom niedersächsischen Kultusministeriums aus Hannover überreichte die Urkunde verbunden mit dem Appell an die Schüler, sich aktiv gegen die Ausgrenzung von Menschen in unserer Gesellschaft einzusetzen, ob aufgrund der Herkunft, der Kultur, des Glauben oder des Aussehens. Das Mündener Gymnasium sei die 192te von 1568 bundesweiten Schulen, die diese Auszeichnung erhalten hat. Etwa eine Millionen Schüler beteiligten sich laut Schanz aktuell an dieser Aktion.

Hartwig Fischer, ehemaliger Bundestagsabgeordneter, übernimmt gemeinsam mit der Mündener Musikband „Heinrich II“ die Patenschaft zu „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“ und möchte die Arbeit mit seinen Kontakten unterstützen.

Hilfstransport organisiert

Mixten nach Motto: Felix Zimmermann und Alia Jakobshagen mixen Cocktails unter dem Motto „Schlürf Dich um die Welt“.

Schulleiterin Heidrun Korsch bestärkte die Schülervertreter in ihrem Rückblick darin, dass sie den Weg ihres dreijährigen Engagements unbeirrt weiterverfolgen sollen. Die Schülervertreter organisierten beispielsweise im Schuljahr einen Hilfstransport nach Friedland und zeigten einen menschenwürdigen Umgang mit Flüchtlingen.

Beim anschließenden Sommerfest konnten sich Familien und Freunde die Ergebnisse der thematisch passenden Projektwoche „Vereint in der Vielfalt“ anschauen und ausprobieren.

Ziel der Tage war es, sich intensiver mit anderen Kulturen auseinander zusetzten, wie es ohnehin im Schulalltag schon getan wird. Infostände und Aufführungen gehörten ebenso zum bunten Programm wie Spiel und Spaß.

Die Ideen der 850 Schüler reichten von geschriebenen Theaterstücken über Ausstellungen zu internationalen Themen bis hin zu einem Länderquiz. Am Cocktailstand nahmen viele die Aufforderung wahr „Schlürf Dich einmal um die Welt“.

Ein Publikumsmagnet war die Besichtigung der fünf Wochen alten Schlangenbabys der Amerikanischen Strumpfbandnattern, die Mitte Juni im eigenen Vivarium überraschend geboren waren.

Von Silke Kuri

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