4,9 Millionen Euro geplant

Bahnhofssanierung Hedemünden für September 2020 geplant

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Ein Sanierungsfall: der Bahnhof Hedemünden. Fahrstühle sollen dort für mehr Barrierefreiheit sorgen. 

Der Bahnhof in Hedemünden soll schon seit langer Zeit erneuert werden. Der Sanierungsbeginn verzögerte sich.

Vor zwei Jahren hatten wir berichtet, dass das Großprojekt auf Eis liege. Grund war ein Planfeststellungsverfahren. Wie sieht es nach fast zwei Jahren mit dem Planungsstand aus? Fragen und Antworten.

Wann soll die Sanierung beginnen?

Der Baubeginn ist laut Niedersächsischer Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG) für September 2020 geplant. Eine Sprecherin der Deutschen Bahn erklärte, dass das Planfeststellungsverfahren bisher noch nicht abgeschlossen sei. Vorbehaltlich des Planfeststellungsbeschlusses und positiver Vergabeergebnisse der Ausschreibung sei derzeit der Baubeginn für August geplant.

Wie viel kosten die Arbeiten?

Die Landesnahverkehrsgesellschaft geht derzeit von 4,9 Millionen Euro aus, die für die Erneuerung des Bahnhofs Hedemünden aufgewendet werden müssen.

Wie lange dauert die Bauphase?

Momentan wird von einer Bauzeit von einem Jahr ausgegangen. Es sei laut LNVG aber noch nicht abschätzbar, ob die Corona-Krise zu einer Verzögerung der Arbeiten führen könnte.

Wie soll der behindertengerechte Zugang gestaltet werden?

Die Bahn plant aktuell mit zwei Fahrstühlen, mit deren Hilfe der behindertengerechte Zugang zu den Zügen ermöglicht werden soll.

Warum wurde nicht, wie in Hann. Münden, auf Rampen anstelle von Fahrstühlen gesetzt?

Die LNVG geht davon aus, dass Rampen gut 90 Meter lang werden müssten, um von allen beeinträchtigten Personen selbstständig genutzt werden zu können. Damit wären die Rampen teurer geworden als die beiden geplanten Aufzüge, erklärt die Gesellschaft. Außerdem sei auf dem neuen Mittelbahnsteig kein Platz für Rampen. Zudem könne der Bahnsteig nicht breiter werden, weil sonst der Raum für die nötige Verschwenkung der Gleise nicht gereicht hätte.

Die Deutsche Bahn erklärte ihrerseits, dass eine Rampe einen sehr hohen Flächenbedarf habe, der im Bahnhof Hedemünden nicht zur Verfügung stehe, da ein Großteil der vorhandenen Flächen nicht mehr im Eigentum der DB AG sei. Die Stadt Hann. Münden gab an, dass die Bahn Pros und Contras der verschiedenen Möglichkeiten, um einen barrierefreien Bahnhof in Hedemünden zu verwirklichen, abgewogen habe. Zudem seien der Bahnhof in Hedemünden und der in Hann. Münden nicht miteinander vergleichbar, da sie nur auf den ersten Blick ähnliche Bedingungen aufzeigen.

Wie sieht es mit der Zuwegung zum Bahnhof aus?

Die Zuwegung ist, wie das Bahnhofsgebäude selbst, im Besitz einer Münchner Eigentumsgesellschaft. Tobias Vogeley von der Stadt Hann. Münden teilte mit, dass die Stadt dabei sei, das Grundstück für die Zuwegung von der Gesellschaft zu kaufen. Es gebe bereits einen Kaufvertragsentwurf, der vor der Unterzeichnung stehe, so Vogeley.

Hat die Stadt ein Planungsbüro beauftragt?

Laut Stadtsprecherin Julia Bytom wurde noch kein Planungsbüro beauftragt. Grundsätzlich sei Geld für den Städtebau eingestellt, der Haushalt aber noch nicht von der zuständigen Kommunalaufsicht genehmigt. Die Einrichtung eines Park & Ride- Parkplatzes hält die Stadt für sinnvoll. Bis auf Weiteres solle die bestehende Zuwegung, eine Schotterpiste, genutzt und ertüchtigt werden.

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