681 Neubauwohnungen entstanden voriges Jahr, Nachfrage der Häuslebauer hoch

Bauland im Landkreis ist heiß begehrt

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Begehrtes Baugrundstück: Einige Häuser stehen  inzwischen  auf dem Neubaugebiet Zaunstätte in Dransfeld, die Grundstücke sind nach Angaben von Samtgemeindebürgermeister Mathias Eilers allesamt verkauft

Landkreis Göttingen. Im Landkreis Göttingen sind laut Verbändebündnis Wohnen (IG Bau und Bauwirtschaft) im vorigen Jahr 681 Neubauwohnungen entstanden – 225 davon in Ein- und Zweifamilienhäusern.

Das Bündnis beruft sich auf die aktuelle Bau-Bilanz der fertiggestellten Wohngebäude vom Statistischen Bundesamt. Im Altkreis Münden ist die Nachfrage nach Baugrundstücken ungebrochen hoch: In der Gemeinde Staufenberg wurden 2017 Anträge für 13 Einfamilienhäuser gestellt, außerdem für ein Zwei- und für ein Dreifamilienhaus, teilt Bürgermeister Bernd Grebenstein mit. „Die Gemeinde Staufenberg hat eine herausragende Lage zwischen den Oberzentren Kassel und Göttingen.“ Derzeit sei die Nachfrage nach Baugrundstücken hoch, auch, weil die Preise im Vergleich zu Kassel und Göttingen günstiger seien. In diesem Jahr seien schon acht Einfamilienhäuser gebaut worden, für das kommende plane man ein Neubaugebiet mit 24 Grundstücken. Man wolle die Gemeinde dynamisch ausrichten und attraktiv gestalten. Man sei „auf gutem Wege, eine kommunale Erschließungsgesellschaft zu gründen“.

Auch das Dransfelder Neubaugebiet „Zaunstätte“ mit 40 Wohneinheiten ist laut Samtgemeindebürgermeister Mathias Eilers schnell vergeben gewesen. Geplant – und teilweise schon in Umsetzung –seien noch 67 Wohneinheiten, berichtet Eilers, hauptsächlich Einfamilienhäuser. Der Bedarf sei hoch, vor allem interessierten sich Menschen aus dem Göttinger Raum für Bauland in der Samtgemeinde. Nach Angaben des Fachdienstes Stadtplanung Hann. Münden wurden 2017 Bauverfahren für 13 Einfamilienhäuser, ein Mehrfamilienhaus mit neun Wohnungen sowie sechs Umbauten beziehungsweise Nutzungsänderungen im Bereich Wohnen abgeschlossen. Auf dem Gebiet „Rehbockweide“ mit 120 Grundstücken sei vor Kurzem der letzte Bauplatz verkauft worden. 

Der Rat Hann. Münden hat 2005 beschlossen, neue Wohngebiete in der Stadt und in den Ortsteilen nur noch nach dem Baulandentwicklungsmodell zu entwickeln, soweit kein anderer Projekt- oder Erschließungsträger sich zur Übernahme der Entwicklungskosten bereit erklärt. Der Fokus liegt nach Auskunft von Stefanie Weinert, Fachdienst Stadtplanung, derzeit auf der Innenentwicklung und Innenverdichtung von brachliegenden Flächen, wie beispielsweise Grün- und Freiflächen oder ehemaligen Industrieflächen. Aufgrund der einst rückläufigen, nun aber stagnierenden Bevölkerungsentwicklung, steige auch die Nachfrage nach Eigentums- und Mietwohnungen sowie Ein- und Zweifamilienhäusern, berichtet Siegfried Pflum, Fachdienst Stadtplanung Hann. Münden. 

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