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Staufenberg: Sanierung der Königstraße in Benterode läuft - Ärger über Raser

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Von: Jens Döll

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Bauarbeiten an den Kanälen an der Königstraße, der Ortsdurchfahrt in Benterode. Dort laufen seit Oktober die Arbeiten. Die Sanierung der Straße wird wahrscheinlich noch bis zum Frühjahr 2024 dauern.
Bauarbeiten an den Kanälen an der Königstraße, der Ortsdurchfahrt in Benterode. Dort laufen seit Oktober die Arbeiten. Die Sanierung der Straße wird wahrscheinlich noch bis zum Frühjahr 2024 dauern. © Jens Döll

Die Sanierung der Königstraße in Benterode läuft. Dabei sei man im Zeitplan, sagen die Verantwortlichen. Für Ärger sorgen aber Raser, heißt es.

Benterode – Die Raupenketten eines Baggers rumpeln über die aufgegrabene Straße, Arbeiter sind in der Baugrube am Werk. In Benterode (Staufenberg) wird nach langen Diskussionen die Ortsdurchfahrt, die Königstraße, saniert. Seit Anfang Oktober laufen die Arbeiten, die eine Vollsperrung der Landesstraße erfordern. Der erste Bauabschnitt, an dem gerade gearbeitet wird, zieht sich mehrere Hundert Meter vom Ortseingang aus Richtung Uschlag bis zur Straße Am Ring.

Staufenberg: Ortsdurchfahrt von Benetrode wird saniert

Momentan werden die Kanalarbeiten gemacht, es werden neue Rohre verlegt. Der alte Kanal wird dann später entfernt. Insgesamt ist das „Baufeld“ etwa 640 Meter lang, berichtet Uwe Köcke vom Fachbereich 3 der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Bad Gandersheim. Die Behörde ist für den Ausbau der Straße verantwortlich, da es sich bei der Königstraße um eine Landesstraße handelt. Momentan seien die Arbeiten voll im Plan, berichtet er. Insgesamt soll es 3,5 Millionen Euro kosten, darin sind auch die Beträge für den Gehwegsbau und des Wasserverbandes Peine enthalten. Mit einer Fertigstellung wird im Frühjahr 2024 gerechnet.

Staufenberg: Kosten von etwa 3,5 Millionen Euro für Straßensanierung

Vor Ort: Ortsbürgermeisterin Kerstin Schönebach-Wagner und Bürgermeister Bernd Grebenstein.
Vor Ort: Ortsbürgermeisterin Kerstin Schönebach-Wagner und Bürgermeister Bernd Grebenstein. © Jens Döll

Der Untergrund sei nicht so standfest, heißt es von Bauleiter Jörg Dorozynski von der Firma Eurovia mit Zweigstelle in Hann. Münden. Das könne zu Verzögerungen führen. Zudem könne noch die Materialknappheit eine Rolle spielen, die auf den Märkten herrsche. Momentan sei dies aber noch nicht der Fall. Zudem komme es auch auf die Witterung an, so Köcke. „Die Zusammenarbeit zwischen uns und der Firma ist bewährt“, sagt Köcke.

„Wir haben wert darauf gelegt, dass die Grundstückseigentümer und Anwohner weiter auf ihre Grundstücke kommen können“, berichtet er. Im Laufe des Winters werden die Arbeiten dann pausieren. Im kommenden Jahr soll dann die Straße „von Grund auf neu aufgebaut werden“. Im Zuge dieser Arbeiten sollen dann auch die Leitungen verlegt und der Bürgersteig auf- und ausgebaut werden, berichtet Staufenbergs Bürgermeister Bernd Grebenstein. Daran werden dann die Anwohner finanziell beteiligt. Wer wie viel bezahlen muss, werde gerade mit „einer komplizierten Formel“ berechnet. Dazu wird es dann, wahrscheinlich im Februar, eine Anwohnerversammlung im Ort geben, heißt es vom Bürgermeister weiter.

Benterode: Baustelle soll „transparent“ sein

Transparenz sei bei den Bauarbeiten wichtig, so findet alle 14 Tage von 8 bis 9 Uhr eine Sprechstunde für die Bürger am Baucontainer am Benteröder Sportplatz statt. „Dort können die Leute ihre Fragen stellen und Lob und Kritik weitergeben“, sagt Köcke. Ab Frühjahr 2023 sollen diese Treffen dann wöchentlich abgehalten werden.

Wird oft ignoriert: die Begrenzung auf 30 km/h in Benterode.
Wird oft ignoriert: die Begrenzung auf 30 km/h in Benterode. © Jens Döll

Allgemein laufe die „Abstimmung reibungslos“, berichtet Ortsbürgermeisterin Kerstin Schönebach-Wagner bei dem Ortstermin an der Baustelle. Zwar seien Glasfaserkabel durchtrennt worden, doch die Schäden seien schnell repariert worden. „Ich kann nichts Negatives sagen.“

Raser halten sich nicht an die Begrenzungen

Ein Kritikpunkt sei aber, dass einige Autofahrer die Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h nicht so genau nehmen würden. Dort müssten von der Polizei eventuell Messungen der Geschwindigkeit vorgenommen werden, so der Bürgermeister. Auch in den sozialen Netzwerken wird berichtet, dass manche Autofahrer auf der Umleitungsstrecke für den innerörtlichen Verkehr, der Wellebachstraße, rasen würden. (Jens Döll)

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