Baustart für Ortsdurchfahrt erst 2022

Leben mit der Buckelpiste: Benterode muss weiter auf Sanierung warten

Totaler Sanierungsfall: die Ortsdurchfahrt von Benterode. Archiv
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Totaler Sanierungsfall: die Ortsdurchfahrt von Benterode.

Benterode muss weiter mit einer Ortsdurchfahrt voller Schlaglöcher leben. Majestätisch ist an der Königstraße nichts.

Benterode – Die seit Jahren geplante Sanierung der Ortsdurchfahrt von Benterode wird verschoben. Das sehen die Pläne der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Bad Gandersheim vor. Staufenbergs Bürgermeister Bernd Grebenstein hat am Donnerstag den Gemeinderat darüber unterrichtet. Ursprünglich, so die Behörde in einer Mitteilung, habe die Instandsetzung der seit Jahren maroden Königstraße im Juli beginnen sollen.

Die Landesbehörde begründet die Verschiebung damit, dass die als Umleitungsstrecke für den Durchgangsverkehr benötigte Landesstraße 562 zwischen Sandershausen und Landwehrhagen nicht genutzt werden könne, weil die hessische Straßenverkehrsverwaltung Hessen Mobil dort bis Mitte 2022 Bauarbeiten plane, die voraussichtlich noch in diesem Monat beginnen. Nun ist der Baustart in Benterode für Juli 2022 vorgesehen.

„Die Kehrtwende in der Sache hat uns alle sehr überrascht, zumal die parallel geplante Maßnahme von Hessen Mobil schon länger bekannt ist und wir ausdrücklich um eine länderübergreifende Planungsabstimmung gebeten haben“, so Grebenstein gestern in einer Stellungnahme. Er hätte sich eine bessere Lösung gewünscht. Eine weitere Verzögerung sei vom Grunde her, vor allem für die Anwohner in Benterode, unzumutbar und nicht vertretbar. Der Ausbau sei immer wieder verschoben worden. „Und jetzt, wo alle sicher davon ausgegangen sind, dass mit dem Ausbau in diesem Jahr begonnen wird, kommt es schon wieder zu einem Aufschub. Das ist schwer zu vermitteln.“

Der Rat der Gemeinde beschloss am Donnerstag einstimmig, dass Bürgermeister Grebenstein sich mit beiden Verkehrsbehörden zusammensetzen soll, um doch noch zu erreichen, dass mit der Ortsdurchfahrt in diesem Jahr begonnen werden könne. Das teilte Fred Kaduhr, Vorsitzender des Rates, gestern mit. „Das nehmen wir so nicht hin“, sagte Kaduhr mit Blick auf die Verschiebung. (Ekkehard Maass)

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