Verschobene Sanierung der Königstraße

Benteröder fühlen sich mit maroder Straße im Stich gelassen

Völlig marode: die Ortsdurchfahrt von Benterode.
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Völlig marode: die Ortsdurchfahrt von Benterode.

Seit Jahren soll die Ortsdurchfahrt von Benterode saniert werden. Immer wieder wurde das Projekt verschoben. Aber so dicht davor wie jetzt waren die Benteröder noch nie. Und dann das.

Benterode – Die Menschen in Benterode sind nicht nur verärgert, sondern bitter enttäuscht. Mehr noch: „Wir in Benterode fühlen uns von der Politik im Stich gelassen“, schreibt der Staufenberger Kommunalpolitiker Uwe Bischoff an den SPD-Landtagsabgeordneten Gerd Hujahn.

Nach Jahren des Planens und Wartens sollte in diesem Jahr mit der Sanierung der Ortsdurchfahrt von Benterode begonnen werden, jetzt wird sie verschoben, weil die Erneuerung der Landesstraße zwischen Sandershausen und Landwehrhagen in Hessen Vorfahrt bekommen hat (wir berichteten). Zeitgleich seien beide Vorhaben nicht möglich, weil für das Projekt in Benterode die Landesstraße 562 zwischen Sandershausen und Landwehrhagen als Umleitungsstrecke gebraucht werde. Eines habe zurückstehen müssen und das in Hessen sei mit einer Bauzeit von anderthalb Jahren das größere Projekt, sagte Udo Othmer, Leiter der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Bad Gandersheim. Für die Königstraße in Benterode ist nun der Juli 2022 als Baustart vorgesehen.

Es gehe in Benterode nicht darum, dass die Menschen nicht noch einige Monate länger warten könnten, sagte der frühere Ortsbürgermeister Bischoff (SPD), der die Planungen seit vielen Jahren begleitet. Er fürchtet den Schwerverkehr, der über die „völlig marode Landesstraße“ durch Benterode rollen werde, wenn die Straße zwischen Sandershausen und Landwehrhagen saniert wird. Die Lastwagenfahrer würden sich den Weg auch dann aussuchen, wenn es eine offizielle Umleitung über Hann. Münden nach Kassel geben würde.

„Wenn die Lastwagen über die Straße fahren, wackeln die Tassen in den Schränken“, sagt Bischoff. „Der Schwerverkehr, der die Königstraße nutzt, ruiniert die Bausubstanz der anliegenden Häuser extrem, entsprechende Schadensbilder sind überall erkennbar. Und der letzte Winter hat die Schäden an der Straße weiter erheblich verstärkt“, schreibt er an Hujahn.

Die Staufenberger CDU hat inzwischen auch den CDU-Bundestagsabgeordneten Fritz Güntzler angeschrieben und ihn gebeten sich der Sache anzunehmen. Das Thema sei aber „parteiübergreifend zu behandeln“ und insofern bitte ihn die CDU, sich mit Gerd Hujahn über mögliche Schritte abzusprechen, heißt es in einem Schreiben von Gerd Hartung, Vorsitzender der CDU-Fraktion im Staufenberger Rat, an Güntzler.

Auch der Staufenberger Gemeinderat hat schon reagiert. Er beschloss in seiner Sitzung am Donnerstagabend einstimmig, dass Bürgermeister Bernd Grebenstein sich mit den beiden zuständigen Verkehrsbehörden zusammensetzen soll, um doch noch zu erreichen, dass mit der Ortsdurchfahrt von Benterode in diesem Jahr begonnen werden könne. (Ekkehard Maass)

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