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Besuch aus Frankreich: Dransfeld begrüßt zehnköpfige Delegation aus Descartes

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Von: Michael Caspar

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Gesellig: Amelie Stock, Christian Morgenstern (Bank links) mit Holger Senger, Jean-Louis Pépin, Jan-Thomas Geyer (B. Mitte, von vorne) und Günter Grischke, Bruno Mereau, Ingrid und Ernst-Dietrich Senger, (von vorne).
Gesellig: Amelie Stock, Christian Morgenstern (Bank links) mit Holger Senger, Jean-Louis Pépin, Jan-Thomas Geyer (B. Mitte, von vorne) und Günter Grischke, Bruno Mereau, Ingrid und Ernst-Dietrich Senger, (von vorne). © ULFERT EILERS/NH

Der Partnerschaftsverein Dransfeld begrüßte in der vergangenen Woche seine französischen Gäste aus der Stadt Descartes.

Dransfeld – Glänzend verstanden haben sich das neu besetzte Partnerschaftskomitee der Stadt Descartes und der Dransfelder Partnerschaftsverein beim Besuch der Franzosen in der Hasenmelkerstadt. „Bei unserem Besuch im vergangenen Jahr in Frankreich waren wir noch etwas unsicher“, bekennt Jean-Louis Pépin, Vorstandsmitglied des Vereins für Partnerschaften und internationale Beziehungen der Stadt Dransfeld. In Descartes hatte 2020 Bruno Mereau Bürgermeister Jacques Barbier abgelöst. Beim Gegenbesuch in Dransfeld brach das Eis sofort. Mereau verstand sich gut mit Bürgermeister Jan-Thomas Geyer (CDU).

Eingetroffen war die zehnköpfige Gruppe am Donnerstagabend nach zwölfstündiger Fahrt. Michael Tacke, der Vereinsvorsitzende, begrüßte die Franzosen. Sie kamen bei vier Gastfamilien, in einer Ferienwohnung sowie im Hotel Zur Krone unter. Pépin und die Französischlehrerin Amelie Stock übersetzten. Morgens wurde in großer Runde gefrühstückt.

Gemeinsamer Besuch der documenta

Der Partnerschaftsverein sorgte für Programm. Gemeinsam besuchten alle die documenta in Kassel. In Göttingens neuem Museum Forum Wissen erfuhren die Franzosen bei einer Führung in ihrer Muttersprache, wie Wissenschaftler arbeiten. „Das Niveau war hoch“, kommentiert Pépin. Bei starkem Regen bestiegen die Gäste den Gaußturm, erahnten auf der zweiten Plattform, was für ein Ausblick sich dort bei gutem Wetter bieten muss. In einem Pavillon, den der Verein am Fuße des Turms aufgebaut hatte, stärkte sich die Gruppe mit Kübiscremesuppe. Der Gaußturm-Kiosk servierte sie.

Auf große Resonanz stieß bei den Besuchern der Museumshof in Scheden. Die Bürger aus Descartes staunten über die unglaubliche Fülle alter Dinge. Die Führung der Hausherrin, Marianne Beuermanns, kam gut an. Die Gäste ließen sich den selbst gebackenen Kuchen schmecken und probierten anschließend den hauseigenen Eierlikör.

Schüleraustausch geplant

„Sehr berührt hat die Franzosen die Begegnung mit fünf Ukrainerinnen und deren Kindern, die Kräuterbauer Holger Senger auf seinem Aussiedlerhof am Stadtrand von Dransfeld ausrichtete“, sagt Pépin. Zwei Franzosen sprachen Russisch und dolmetschten. So erfuhren die Gäste aus erster Hand von den Schrecken des Krieges.

Zum Abschluss des Besuchs wurde gesungen. Musikerin Dorothea Wagemann hatte mit Isabelle Bretel, die die Musikschule in Descartes leitet, Lieder einstudiert, darunter „Ein schöner Tag“. Der Vereinsvorsitzende Tacke lud die Gäste zum Grenzbierfest 2025 ein, das alle 25 Jahre stattfindet.

Im kommenden Jahr wollen die Deutschen nach Frankreich fahren. Im Frühjahr gibt es zudem einen Schüleraustausch. Die zuständige Lehrerin der Dransfelder Oberschule, Johanna Becker, war beim Besuch der Franzosen mit dabei.

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