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Betrüger auf Ebay unterwegs: Verkäufer auf Kleinanzeigenportal hinters Licht geführt

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Von: Jens Döll, Bastian Ludwig

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Wer die Links der Betrüger anklickt, landet auf diesen Seiten: Die Informationen sehen seriös aus, stammen aber nicht von Ebay-Kleinanzeigen.
Wer die Links der Betrüger anklickt, landet auf diesen Seiten: Die Informationen sehen seriös aus, stammen aber nicht von Ebay-Kleinanzeigen. © Privat

Betrüger sind seit wenigen Wochen auf dem Kleinanzeigenportal von Ebay unterwegs. Die Polizei geht von einer hohen Dunkelziffer aus und warnt vor den Betrugsmaschen.

Landkreis Göttingen – Auf dem beliebten Kleinanzeigenportal von Ebay tummeln sich seit wenigen Wochen Betrügerbanden. Ein Sprecher des Online-Marktplatzes bestätigt auf HNA-Anfrage, dass es jüngst einen starken Anstieg von Fällen gegeben habe, bei denen Verkäufer von Waren hinters Licht geführt werden sollten oder wurden.

Mit unterschiedlichen Maschen versuchten Kriminelle, an das Geld der Verkäufer zu kommen.

Vermutlich hohe Dunkelziffer

Beim Polizeipräsidium Nordhessen wurden zwar erst wenige Fälle in diesem Zusammenhang angezeigt, es wird aber von einer hohen Dunkelziffer ausgegangen.

Bei den Betrugsmaschen geben sich die Kriminellen gegenüber Verkäufern als Interessenten von Waren aus, die auf ebay-kleinanzeigen.de angeboten werden.

Betrug über seriös wirkende Links und Whatsapp

Wenn Verkäufer auf dem Online-Marktplatz ihre Handynummer veröffentlicht hätten, erfolge die Kontaktaufnahme der Betrüger in der Regel darüber, so ein Unternehmenssprecher. So würden die Kontrollmechanismen von Ebay umgangen.

Meist via Whatsapp wird die Kaufabsicht bekundet. Über auf den ersten Blick seriös wirkende Links wird auf einen vermeintlichen Kurierservice und ein Treuhandkonto von Ebay verwiesen.

Über diese erfolge die Bezahlung und Abholung der Ware. Die Verkäufer müssten lediglich ihre Bankdaten angeben für die Auszahlung. In einigen Fällen wird vorgegaukelt, sie müssten zudem für den Lieferservice in Vorleistung gehen. Das Geld stehe aber auf dem Treuhandkonto bereit und werde nach Versand der Ware ausgezahlt.

„Die Ermittlungen im digitalen Raum sind noch längst nicht da, wo sie sein müssten.“

„Das alles wirkt authentisch. Selbst Menschen mit E-Commerce-Erfahrung sind darauf reingefallen. In einem Fall haben die Betrüger sogar die Depotbestände eines Nutzers abgeräumt“, so der Firmensprecher. Künftig warne das Unternehmen seine Nutzer davor, ihre Mobilnummern auf der Internetseite zu veröffentlichen.

Die Kommunikation solle nur über das Kontakt-Portal auf der Website erfolgen. „So haben wir die ID-Adressen der Nutzer und können zudem unseriöse Anbieter sperren“, so der Sprecher. Und weiter: „Leider zeigen die wenigsten Betroffenen den Betrug an, weil es oft nicht um hohe Beträge geht. Dabei wäre es wichtig für die Statistik. Dann wird die Politik nachjustieren. Die Ermittlungen im digitalen Raum sind noch längst nicht da, wo sie sein müssten.“

Die Polizei in Göttingen bestätigte diese Betrugsmasche im Landkreis Göttingen, es seien bis jetzt wenige Fälle bekannt. Man gehe aber von einer hohen Dunkelziffer aus.

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