Demografische Entwicklung bereitet Versorgern Probleme

Bevölkerungsschwund macht Wasser teurer

Altkreis Münden. In den nächsten drei Jahren werden die Versorgungsbetriebe Hann. Münden (VHM) die Wasserpreise noch stabil halten können. Aber danach geht Geschäftsführer Werner Pfütz davon aus, dass die Preise steigen werden.

Der Hauptgrund sind die sinkenden Bevölkerungszahlen im Altkreis Münden und damit weniger Verbraucher, die für Wasser zahlen, während die Wasserversorger weiter hohe Festkosten für den Unterhalt von Leitungen, Brunnen, Hochbehältern und Wasserwerken haben.

„Die demografische Entwicklung stellt uns vor erhebliche Probleme“, sagt Pfütz. Hatte Hann. Münden Ende 1996 noch über 26.000 Einwohner, waren es Ende 2012 noch rund 24 400, Tendenz fallend. Nach einer Studie der Universität Hamburg werden es im Jahr 2025 nur noch rund 22.000 sein. Wie stark die Wasserpreise langfristig steigen werden, könne noch nicht gesagt werden, so Pfütz.

Auch beim Wasserverband Peine, der die Samtgemeinde Dransfeld und die Gemeinde Staufenberg versorgt, sieht man das Problem für die Zukunft ähnlich. „Bis zu 80 Prozent der Kosten in der Wasserwirtschaft sind Fixkosten für das Vorhalten der Leitungen und Anlagen. Wie viel Menge Wasser wirklich durch sie fließt, ist dabei ein untergeordneter Faktor“, sagt Olaf Schröder, Geschäftsführer des Wasserverbandes Peine. Der Preis werde derzeit noch stark über den Mengenanteil verteilt. „Und wenn der sinkt, muss der Preis bei konstanten hohen Fixkosten ansteigen.“

Der Verband geht nach einer Bevölkerungsprognose des Niedersächsischen Instituts für Wirtschaftsforschung für die Jahre 2010 bis 2030 davon aus, dass in Staufenberg die Bevölkerung bis 2030 um 24,9, in Dransfeld um 24 Prozent sinkt.

Derzeit werden Dransfeld und Staufenberg in die Preisstruktur der Solidargemeinschaft des Verbandes integriert. Das Ziel sei ein einheitlicher Preis für alle.

Von Ekkehard Maaß

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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