Blühstellen

Blüh-Initiative in Hann. Münden hofft auf Preis

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Leuchtendes Rot: Eine der Blühstellen in der Altstadt.

Die Initiative „Münden blüht und summt“ wurde für den European Award for Ecological Gardening 2019 nominiert, teilt Hartmut Teichmann von der Initiative mit.

„Darüber freuen wir uns außerordentlich, denn es ist wunderbar, wenn eine hoch qualifizierte, international besetzte Jury unsere Arbeit wertschätzt“, freut sich Dr. Barbara Hermanowski, die gemeinsam mit Pia Dehnhard die Bewerbung für die Kategorie „Kreatives Gärtnern in der Stadt“ eingereicht hatte.

Der internationale Wettbewerb werde alle zwei Jahre durch die österreichische Organisation „Natur im Garten“ ausgeschrieben und wurde von der Niederösterreichischen Landesregierung ins Leben gerufen. Die Jury habe Bewerbungen aus zehn Ländern gesichtet und aus drei Kategorien jeweils die Besten gewählt. Die im Jahr 2015 von Hartmut Teichmann (Grüne) gegründete Mündener Initiative wurde durch die zahlreichen Stockrosen bekannt, welche seitdem die Altstadt beleben. Sie sind mit rosafarbenen Schildern mit der Aufschrift „Amtlich anerkannte Blühstelle“ versehen, die in der Innenstadt schon zum bei Touristen beliebten Fotomotiv geworden sind.

Das Wort „Blühstelle“ sei übrigens eine originelle Mündener Wortschöpfung. Münden sollte sich die „Blühstelle“ vielleicht patentieren lassen, um dieses Alleinstellungsmerkmal zu erhalten, so Teichmann in der Pressemitteilung weiter.

Der Ratsbeschluss von 2018, Münden bienenfreundlich werden zu lassen, gab den Impuls, die Initiative unter dem erweiterten Namen „Münden blüht und summt“ fortzuentwickeln. Ziel ist, den heimischen Insekten, Bienen und insbesondere den Wildbienen wieder Oasen fürs Überleben zu bieten.

Die Preisverleihung wird am 19. November im Rahmen eines feierlichen Festaktes in Krems (Österreich) stattfinden.

„Die Nominierung ist uns Ansporn, noch mehr für den Erhalt und die Schaffung ökologisch wertvoller Flächen in der Stadt und auf dem Land zu tun“, sagt Pia Dehnhard, die man oft in der Stadt beim Pflegen der Blühstellen antreffen kann. Neben den bekannten Blühstellen in der Altstadt gehören zu den Aktionsbereichen auch Blühstreifen und Blühwiesen.

„Wichtig ist uns auch ein Umdenken bei der Pflege öffentlicher Flächen: Wir wollen weg von sterilen, kurz geschorenen Rasenflächen hin zu bunten Wiesen, die seltener im Jahr gemäht werden“, ergänzt der Biologe Dr. Hermann Dreyer, der sich 2018 der Initiative angeschlossen hat. Rasenflächen und Straßenrandstreifen sollen auf diese Weise wieder zu natürlichen Biotopen für unsere heimischen Insekten werden.  tns

naturimgarten.at

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