Hühnerfeld-Projekt einzigartig im südlichsten Niedersachsen

Auf Bohlen durch geschützte Moorlandschaft

Hann. Münden. Das bisher streng geschützte und nahezu unzugängliche Naturschutzgebiet Hühnerfeld im Kaufunger Wald südlich von Hann. Münden soll durch einen Bohlenweg mit Beobachtungsplatform erschlossen werden.

Ziel ist es, Wanderern, Spaziergängern, Schulklassen und anderen Naturerlebnisse zu vermitteln, wie sie nur in einer Moorlandschaft mit faszinierendem Nebeneinander verschiedener Biotoptypen und besonderer Artenvielfalt möglich sind.

Die Idee dazu hatte der Waldpädagogikverein Libellula mit seinem Geschäftsführer, dem früheren Forstmann Siegfried Nemitz, der das Projekt gemeinsam mit dem Naturpark Münden und dem Landkreis Göttingen umsetzt.

Während Anträge für Fördergelder laufen – so für EU-Mittel zur Regionalentwicklung –, hat der Kreis als Untere Naturschutzbehörde gerade in dieser Woche die Ausnahmegenehmigung vom Betretungsverbot erteilt. Danach darf das Hühnerfeld auch später nur auf den Bohlen durchquert werden, alle anderen Flächen bleiben für die Öffentlichkeit tabu.

Hühnerfeld-Projekt: Auf Bohlen durch geschützte Moorlandschaft

Hühnerfeld-Projekt
 © Schmidt/HNA
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Geplant ist, den Bau aus heimischem Robinien- und Lärchenholz im Oktober zu beginnen. Der 1,20 m breite Weg wird aus eingeschlagenen Holzpflöcken bestehen, die mit Rundhölzern verbunden und mit Holzbohlen überspannt werden. Der Zugang soll eigens für ältere und gehbehinderte Menschen barrierrefrei angelegt werden. Als Beobachtungsplattform dient eine 2,50 Meter hohe Holzkonstruktion.

Das Hühnerfeld, das nichts mit Hühnern zu tun hat, sondern sich von „Hohes Feld“ ableitet, soll auf diese Weise ein Vorzeigeprojekt des sanften Tourismus werden.

Ein Bohlenweg durch eine Moorlandschaft wäre einzigartig im südlichen Niedersachsen.

Der Verein Libellula schätzt, damit jährlich mindestens 10.000 Besucher anziehen zu können.

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