Debatte dauert an

„Brauchen Standort-Analyse“: Grüne in Staufenberg zur Debatte um eine vierte Kita

Die Initiative „Kitamangel Staufenberg“ hatte zu einer Demo geladen. Etwa 110 Teilnehmer nahmen teil. Ihre Forderung: mehr Kitaplätze in der Gemeinde.
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Die Initiative „Kitamangel Staufenberg“ hatte zu einer Demo geladen. Etwa 110 Teilnehmer nahmen teil. Ihre Forderung: mehr Kitaplätze in der Gemeinde. (Archivfoto)

Staufenberg ringt um eine vierte Kita. Die Ratsfraktion der Grünen hat sich nun für eine Standortanalyse ausgesprochen. Es gibt Klärungsbedarf.

Landwehrhagen – In der Diskussion um einen neuen Kindergarten für Staufenberg haben sich die Grünen zuvor für eine Standort-Analyse ausgesprochen. Vor kompletten Neubauplanungen müsse geklärt werden, ob die bestehenden Einrichtungen noch erweitert werden können, so Joachim Beisheim und Volkhard Hartmann, Mitglieder der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen im Staufenberger Rat.

Analyse soll Kita-Standort in Staufenberg aufzeigen

Und diese Analyse müsse rasch in Auftrag gegeben werden, sagten sie im Gespräch mit unserer Zeitung. Zudem müsse geklärt werden, wo die meisten Plätze benötigt werden. Dazu müsse man auch wissen, wie viele Kinder es in den einzelnen Ortsteilen gibt. Grundsätzlich gelte, es müsse dort gebaut werden, wo es den größten Bedarf gebe. Das größte Betreuungsdefizit gebe es derzeit in Landwehrhagen.

Sollte ein vierter Standort gesucht werden, derzeit gibt es Kitas in Landwehrhagen, Uschlag und Lutterberg, favorisiere die Grünen-Fraktion Escherode. Für den drittgrößten Staufenberger Ortsteil macht sich der dortige Ortsrat stark und schlägt gleich zwei Varianten vor.

Grüne: Klare Absage für Ort Sichelnstein

Eine klare Absage gibt es von den Grünen für Sichelnstein. Der Ort wird von der Staufenberger CDU ins Feld geführt. Als Gründe nennt die CDU unter anderem ein gemeindeeigenes Grundstück und die nahe Autobahnzufahrt, über die Eltern ihre Arbeitsstellen gut erreichen könnten.

Nichts spreche für Sichelnstein, sagte Beisheim. Es sei nur ein kleiner Ort und mit den Einrichtungen in Lutterberg und Landwehrhagen „umringt“ von Kindergärten. Die Nähe der Autobahn sei kein Argument. Damit werde eher das Elterntaxi gefördert.

Mit Blick auf die aktuellen Forderungen der Eltern sei es aber vor einer Standortdebatte wichtig, kurz- und mittelfristige Lösungen zu finden, wie den Eltern schnell Plätze angeboten werden könnten.

Kitamangel in Staufenberg: Demo im April

Im April hatten Eltern mit ihren Kindern vor dem Rathaus in Landwehrhagen für mehr Kitaplätze demonstriert. Beisheim wies darauf hin, dass die Gemeindeverwaltung dabei angekündigt habe, bald Lösungsvorschläge zu präsentieren. Bisher sei aber nichts geschehen. Dazu sagte Staufenbergs Bürgermeister Bernd Grebenstein auf Nachfrage unserer Zeitung, dass daran gearbeitet werde und ein Konzept auch zu 90 Prozent stehe. Es werde in Kürze vorgestellt. Mit Vertretern der Eltern sei man dabei im Gespräch. (Ekkehard Maaß)

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