Bisher waren landwirtschaftliche Geräte untergestellt

Bürgeranhörung: Pläne zu neuer Gewerbefläche in Lutterberg

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Lutterberg: Das Gelände an der Triftstraße soll Gewerbefläche werden.

Landwehrhagen. In der Diskussion um die Umwandlung eines landwirtschaftlich genutzten Geländes am Ortsrand von Lutterberg in eine Gewerbefläche hat Staufenbergs Bauamtsleiter Klaus-Günter Kirk in einer Bürgeranhörung am Donnerstagabend noch einmal darauf hingewiesen, dass dort „kein neues Gewerbegebiet entsteht".

Es gehe vielmehr darum, dass ein neuer Eigentümer das Gelände mit dem Schuppen wie die bisherigen Vorbesitzer auch als Lagerfläche und Unterstellplatz nutzen könne. Sollte dort etwas anderes entstehen, müsse es eine Extra-Genehmigung durch die Gemeinde geben.

Auch bei deutlich mehr Lärm durch häufigere An- und Abfahrten werde die Gemeinde reagieren. Auf die besorgte Frage eines Anwohners, ob der Schuppen später auch einmal von einem Betrieb genutzt werden könnte, der etwa Pakete zustellt und dafür das Gelände sehr oft am Tag anfahren muss, wies Kirk darauf hin, dass dafür ein neues Gewerbe angemeldet werden müsste. Dadurch hätte die Gemeinde wieder ein planungsrechtliches Mitspracherecht.

Kirk verneinte auch, dass sich dort ein produzierendes Gewerbe ansiedeln könnte. Dafür reiche die Planänderung nicht aus. Dann sei auch ein entsprechender Bebauungsplan nötig. Grundsätzlich gelte, aus einem Flächennutzungsplan lasse sich von Privatleuten kein Rechtsanspruch herleiten.

Wie berichtet, will die Forstgenossenschaft Lutterberg, der das 0,25 Hektar große Gelände an der Trifststraße gehört, es an einen Landschafts- und Gartenbauunternehmen aus Lutterberg verkaufen. Der Betrieb will den Schuppen als Lager für Maschinen und Geräte nutzen. Dafür muss der Flächennutzungsplan geändert werden, weil es sich nicht mehr um eine landwirtschaftliche Nutzung handelt.

Bisher waren dort Geräte und Maschinen der Landwirtschaft untergestellt. Der Schuppen wurde 1937 zu diesem Zwecke gebaut. Unter anderem hatte ihn die Raiffeisenbank Staufenberg genutzt.

Die Auslegung der Pläne und die Bürgeranhörung am Donnerstag waren Teil der „frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit“ für dieses Vorhaben. Das Thema wird jetzt auch noch in den öffentlichen Sitzungen des Bauausschusses, des Ortsrates und des Gemeinderates behandelt. Zudem müssen die Pläne im Lauf des Genehmigungsverfahrens noch einmal öffentlich ausgelegt werden und die Bürger die Möglichkeit haben, sich zu dem Vorhaben äußern zu können. (ems)

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