Bundesverdienstkreuz für Dransfelds Bürgermeister Tobien

Glückwunsch: Landrat Bernhard Reuter (links) überreichte gestern im Dransfelder Rathaus im Namen des Bundespräsidenten das Bundesverdienstkreuz am Bande an Rolf Tobien. Foto: Sangerhausen

Dransfeld. Mit dem Bundesverdienstkreuz, eine der höchsten Ehrungen, wurde am Dienstag Dransfelds Bürgermeister Rolf Tobien ausgezeichnet.

Als Einen, der in seinem Engagement besonders beständig ist, dabei durch seine ausgleichende und besonnene Art auch immer wieder konträre Positionen zu vereinen weiß - so beschrieben die Laudatoren Rolf Tobien (SPD), als dieser gestern das Bundesverdienstkreuz am Bande erhielt.

Das sei „eine der höchsten Ehrungen, die unser Staat zu vergeben hat“, betonte Landrat Bernhard Reuter, als er im Namen des Bundespräsidenten den Orden und die Urkunde an Tobien überreichte.

Reuter leitete seine Rede mit einem Zitat von Wilhelm von Humboldt ein: „Im Grunde sind es immer die Verbindungen mit Menschen, die unserem Leben seinen Wert geben“. Das treffe besonders auf Rolf Tobien zu, der über Jahrzehnte im Ehrenamt immer mit den und für die Menschen gearbeitet habe.

In der Kommunalpolitik und in Vereinen war und ist Rolf Tobien aktiv. Zurzeit befindet er sich in seiner dritten Amtzeit als Bürgermeister der Stadt Dransfeld. In den Jahren 2006 bis 2011 war er sogar Bürgermeister und Stadtdirektor in Personalunion.

Dem Rat der Stadt Dransfeld gehört Tobien seit 1976 an, am Ende der Wahlperiode wären das volle 40 Jahre. Er ist Mitglied im Samtgemeinderat, seit 2011 als Vorsitzender, war Mitglied in verschiedenen Fachausschüssen und Vertreter in Organisationen und Verbänden, listete Reuter auf.

Dabei habe Rolf Tobien immer die Weiterentwicklung der Stadt und ihrer Ortsteile im Blick gehabt, sei es über die Dorferneuerung, Städtebauförderung, Stadtentwicklungskonzept oder mit dem niedersächsischen Infrastrukturprogramm.

Er kümmerte sich um die Städtepartnerschaft mit Rothenburg (Oberlausitz) und ist weiterhin in der Partnerschaft mit dem französischen Descartes aktiv. Im Deutschen Roten Kreuz arbeitete Tobien in Rettungsdienst und Krankentransport mit und hatte außerdem verschiedene freiwillige Posten bei Gericht: als Jugendschöffe beim Amtsgericht Hann. Münden, als ehrenamtlicher Arbeitsrichter in Göttingen sowie beim Landesarbeitsgericht Hannover und als ehrenamtlicher Verwaltungsrichter in Göttingen.

Bei all dem habe er nie „Ehrenamts-Hopping“ betrieben, sondern sei seinen Aufgaben immer lange treu geblieben, so Reuter über den 70-Jährigen. Das koste viel Kraft und funktioniere nur mit dem Rückhalt durch die Familie, sagte Reuter mit Blick auf Tobiens Ehefrau Gisela, Tochter und Enkel des Geehrten, die an der Feier teilnahmen.

Das unterstrich auch Samtgemeindebürgermeister Matthias Eilers, der Gisela Tobien einen Blumenstrauß überreichte mit den Worten: „Hier wird heute die ganze Familie geehrt“. Die Gemeinde könne sich glücklich schätzen, Rolf Tobien zu haben, sagte Eilers. Tobien sehe Kompromisse positiv: als eine Verbindung von verschiedenen Meinungen. Diese Eigenschaft nannte auch Carsten Rehbein, der als stellvertretender Bürgermeister sprach und auch den Dank der SPD überbrachte: Tobien habe mit seiner ausgleichenden Art auch schwierige Mehrheitsfindungen gemeistert.

Wenn er so höre, was er alles gemacht habe, dann klinge das so, als sei er mindestens 150 Jahre alt, sagte der Geehrte selbst. Er dankte seiner Familie, die ihm für sein Engagement immer den Rücken freihielt, besonders seiner Frau Gisela: Sie habe ein Auge auf die Familie und sagte zu ihm „mach du die Politik.“ (tns)

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